Bewertung: 9

Review: #5.01 Eden

Foto: Eliza Taylor, The 100 - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Eliza Taylor, The 100
© Warner Bros. Entertainment Inc.

"The 100" ist mit dem Staffelauftakt #5.01 Eden also endlich zurück und und startet wenige Tage nach Praimfaya. Der Fokus liegt zunächst allein auf Clarke und ihrem Schicksal in den ersten paar Monaten, bevor es schließlich wieder mit der Ankunft des Gagarin Gefangenentransporters weitergeht, den die Zuschauer bereits in #4.13 Praimfaya gesehen haben.

"What becomes of the Commander of Death when there's no one left to kill? I guess we'll find out because my fight is over. The question is, who am I now?"

Eliza Taylor macht einen tollen Job und ich hätte mir auch eine volle Episode anschauen können, in welcher Clarke sich den Herausforderungen ihres neuen Lebens stellt. Insbesondere das Ritual sich das Leid von der Seele über Funk zu reden, auch wenn sie weiß, dass höchstwahrscheinlich niemand ihr zuhört. Das bietet nicht nur ihr einen Ausgleich, sondern auch dem Zuschauer eine gute Möglichkeit, mehr über ihre Gefühle zu erfahren. Umso mehr habe ich mich schließlich für Clarke gefreut, als schließlich Eden findet und mit Madi wohl auch den ersten Hinweis auf die Frage, wer sie nun sein kann. Eine Frage, die wir uns auch bei vielen anderen Charakteren stellen.

"We've kept each other alive, all of us. We're family, and nothing can change that."

Immerhin sind sechs Jahre sind eine verdammt lange Zeit, in der sich Menschen sehr verändern können, insbesondere unter diesen harten Umständen, sei es nun in Eden, dem Arkring oder im Bunker. Der Blick in der Gegenwart im Weltall bietet auch einiges, was der Erklärung bedarf. Da wären beispielsweise die neuen Paarkonstellationen oder Murphys Isolation. Zumindest gibt Bellamy ihn nicht auf. Eine neue Familie hat sich also entwickelt, zusammengeschweißt, wohl auch durch den Ekel vor Montys Spezial-Algen-Suppen. Wie wird also das Wiedersehen verlaufen, vor allem zwischen Bellamy und Octavia? Denn auch wenn Bellamy glaubt, dass seine Schwester ihr kleinstes Problem wird, könnte er sich durchaus mal wieder irren, wie der Blick auf Octavia in der Endszene verrät. Wie die Frau aus ihr geworden ist, welche teilnahmslos einem Käfigkampf zusieht, dürfte noch für die eine oder andere Überraschung sorgen. Aber auch die neuen Charaktere sind sicherlich nicht ohne. Das Casting von Ivana Milicevic hat mich als "Banshee"-Fan besonders gefreut und auch wenn der Blick auf Charmaine Diyoza nur kurz ausfällt, kann ich zumindest schon mal sagen, dass mir ihr Humor ("Relax, McCreary. You're still my favorite mass murderer.") gefällt. Der Trupp scheint aus hartgesottenen Verbrechern zu bestehen, welche zudem erstmal damit klarkommen müssen, dass ihre Heimat nicht mehr existiert. Durch die geringe Größe von Eden ist damit der Konflikt vorprogrammiert und nach einem Blick auf das Poster der Staffel stellt sich mir die Frage, wo genau sich die Neuankömmlinge wohl positionieren.

Und wieder, Echos der Vergangenheit

Die gesamte Episode trotzt, wie in der letzten Staffel schon #4.01 Die Welt muss warten, vor lauter Anspielungen auf vergangene Folgen. Auf diese möchte ich an dieser Stelle eingehen, weil ich es immer besonders schön finde, wenn eine Serie auf ihre eigene Geschichte achtet.

  • Clarkes Odyssee erinnert an eine längere Version von Murphys Isolation in #3.01 Wanheda (1) und endet sogar gleich.
  • Ein Teil von Lexas Thron dient jetzt also als Wanderstab.
  • Und zwar haben wir wieder nicht erfahren, was in Jaspers Brief an Monty stand, aber seine Brille ist noch nützlich und Mayas iPod sorgt wieder für musikalische Untermalung während einer Roverfahrt.
  • Wer hat auch bei Clarkes Bad gleich an die Seeschlange in #1.01 Die Landung gedacht?
  • Octavia und Madi haben ein ähnliches Schicksal, das könnte durchaus noch von Bedeutung werden, eine kleine Andeutung diesbezüglich hat der Trailer ja bereits gemacht. Zudem bewundert Madi jene Skairipa, welche sie aus Clarkes Geschichten und Skizzen kennt.
  • Der Kniff mit dem Beeren zum Haarefärben ist auch wieder da, unglücklicherweise besteht nicht die Gefahr, dass Roan für eine ungeplante Haarwäsche sorgt.
  • Und wieder eine Frau, welche den ersten Schritt aus dem Dropship macht, nur ist Charmaine weniger euphorisch als Octavia damals und ihr "Means we're not alone." klingt auch deutlich weniger besorgt.
  • "There are no good guys." erinnert doch gleich an das Gespräch zwischen Clarke und Abby.
  • Raven und Murphy sind weiterhin wie Hund und Katz.
  • Bellamy spielt mit "Wouldn't it be easier just to step outside?" auf Echos beinahe Selbstmord in #4.13 Praimfaya an, als er sie nachdenklich mit dem Messer erwischt.

Fazit

Mit #5.01 Eden machen die Autoren alles richtig und kriegen eine gute Mischung dabei hin, Fragen zu beantworten und gleichzeitig weitere aufzuwerfen. Das neue Szenario bietet wieder viel Spannung, sodass ich mich kaum entscheiden kann, was ich lieber möchte: Mehr über die neuen Charaktere zu erfahren und wie es schließlich zur Wiedereinigung auf der Erde kommt, oder was bei den bereits bekannten Charakteren innerhalb dieser sechs Jahre alles geschehen ist.

Charleen Winter - myFanbase


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