Serienentdeckungen 2012

Auch in diesem Jahr haben unsere Autoren einige Serien für dich entdeckt, die ihnen vorher durch die Lappen gegangen waren. Auf diesen Seiten findet ihr die Shows, die wir aufgeholt haben und die uns begeistern konnten - und vielleicht ist der eine oder andere Text auch eine Anregung für euch, sich eine Serie anzusehen oder ihr noch eine Chance zu geben.


Entdeckungen von Tanya Sarikaya

The Mentalist

Foto: Robin Tunney & Simon Baker, The Mentalist - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Robin Tunney & Simon Baker, The Mentalist
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Es gibt Crime-Serien, die immer nach demselben Schema vorgehen. Und dann gibt es Crime-Serien wie "The Mentalist", die nicht mehr wegzudenken sind. Seitdem ich zufällig einige Folge aus der zweiten Staffel gesehen habe, bin ich von Simon Baker alias Patrick Jane hin und weg. Baker ist einfach überragend in seiner Rolle, die ihm wie auf den Leib geschnitten zu sein scheint. Sein Auftreten, sein Charisma, seine Sprüche alles hat am Ende Hand und Fuß und lassen den überdrehten Mentalisten Jane nur noch genialer erscheinen. Außerdem wird er durch sein Team wie Lisbon, Rigsby, Cho und Van Pelt gut ergänzt. Obwohl Simon Baker der Hauptprotagonist ist, kommt jeder Charakter zum Zug. Besonders die Dynamik zwischen Jane und Lisbon, die sich necken und piesacken und am Ende doch als Team aneinander helfen und die Fälle lösen, ist jedes Mal unterhaltsam und für einige Lacher gut. Neben den genialen Darsteller fesseln auch die reizvollen Fälle. In jeder Episode wird ein neuer, interessanter Fall der CBI präsentiert. Wie Jane das Puzzle Stück für Stück zusammensetzt und am Ende alles einen Sinn ergibt, ist unglaublich spannend und sorgt für wichtige Wow-Momente. Die Mischung macht's und durch einen grandiosen Hauptdarsteller, ebenbürtigen Teamkollegen und wöchentlich spannenden Fällen kann sich "The Mentalist" von den anderen Crime-Serien abheben. Nicht zu vergessen das größte Mysterium von allen: Allen Täuschungsversuchen vergebens befindet sich Janes Erzfein Red John noch immer auf freiem Fuß und scheint Jane einen Schritt voraus zu sein. An diesem Rätsel wird Jane noch länger zu knabbern haben, wenn "The Mentalist" am 6. Januar 2013 mit der fünften Staffel an den Start geht.

Ghost Whisperer

Foto: Jennifer Love Hewitt, Ghost Whisperer - Copyright: 2010 ABC Studios and CBS Studios, Inc.
Jennifer Love Hewitt, Ghost Whisperer
© 2010 ABC Studios and CBS Studios, Inc.

Obwohl "Ghost Whisperer - Stimmen aus dem Jenseits" vor zwei Jahren endete, fängt die Serie für mich gerade erst an. Bei Wiederholungsfolgen aus der dritten Staffel habe ich eingeschalten und obwohl ich weder die Charaktere noch ihre Vorgeschichte kannte, haben mich diese Folgen sofort zu Tränen gerührt. Die bezaubernde Jennifer Love Hewitt, hat mich durch ihr sensibles Schauspiel und den Umgang mit ihrer Gabe als Melinda Gordon vollkommen überzeugt, so dass ich ihr die Rolle der Geisterflüsterin in jeder darauffolgenden Episode in jeder Hinsicht abgekauft habe. Nicht selten musste ich dabei das Taschentuch zücken. "Ghost Whisperer" widmet sich dem Mystischen und Geheimnisvollen mit solch einer Intensität und es ist unglaublich, wie emotional die Serie das Leben beleuchtet und im Nachhinein zum Nachdenken anregt. Im Gegensatz zu anderen Mysteryserien mit Geistern, wüten in "Ghost Whisperer" die Geister immer aufgrund einer emotionalen Hintergrundgeschichte, die Melinda mit Gefühl und Geduld löst und die auch sehr spannend und mitreißend sind. Momentan bin ich am Ende vierten Staffel angekommen und obwohl ich weder die erste noch die zweite Staffel gesehen habe, bin ich überrascht, wie schnell man die Charaktere ins Herz schließt. Ich werde die verpassten Episoden nachholen und bin gespannt, was die Serie noch an spannenden und ergreifenden Momenten zu bieten hat.

Surface

Es ist überraschend, wenn man eine Serie aus dem Jahre 2006 entdeckt und sich wundert, warum man nicht schon eher darauf gekommen ist. So erging es mir dieses Jahr mit "Surface - Unheimliche Tiefe". Es gab Höhen und Tiefen in der Serie, einige Storylines haben mir besonders gut gefallen, andere waren etwas langatmiger. Besonders spannend und ergreifend war die Ausgangsgeschichte mit Miles und seiner ungewöhnlichen Freundschaft zur Echse Nim. Obwohl Nim zu einem Monster heranwächst, schließt man gemeinsam mit Miles die Echse ins Herz. Auch wenn die Special Effekte und die Animationen nicht immer qualitativ überzeugen konnten, hat mich die Gesamtstory jedes Mal zum Weiterschauen animiert. Die zweite richtig fesselnde Geschichte war die um Ozeanographin Dr. Laura Daughtery, welche die mysteriöse Spezies erforscht und mit allen Mitteln versucht, die Regierung davor zu warnen. Der Kontrast zwischen den Lauras und Miles Storyline und die anbahnende Katastrophe, die von Episode zu Episode präsenter und bedrohlicher wird, haben "Surface" zu einer dramatischen und interessanten Miniserie gemacht. Am Ende waren die 15 Episoden so schnell vorbei und das Ende so phänomenal in Szene gesetzt, dass ich mir eine Fortsetzung gewünscht hätte. Denn erst im Serienfinale lernen sich die Hauptcharaktere, bei denen man die ganze Zeit über auf ein Treffen hingefiebert hat, kennen. Gerne hätte ich mehr über die neue Welt gesehen und wie die Charaktere mit der Invasion der Kreaturen umgehen, aber vielleicht liegt genau hier der Reiz. Das offene, apokalyptische Ende, das der Serie einen würdigen Abschluss bietet und aus "Surface" einen kleinen, aber feinen Geheimtipp macht.

Tanya Sarikaya - myFanbase

Vorherige Seite | Übersicht | Nächste Seite