Dr. Gregory House

Foto: Hugh Laurie, Dr. House - Copyright: 2012 Fox Broadcasting Co.; Warwick Saint/FOX
Hugh Laurie, Dr. House
© 2012 Fox Broadcasting Co.; Warwick Saint/FOX

Dr. Gregory House ist kein typischer Arzt. Zwar arbeitet er im Krankenhaus, trägt allerdings niemals entsprechende Kleidung, die ihn als Mediziner ausweisen würde. Seit einem zu spät diagnostizierten Muskelinfarkt in seinem rechten Oberschenkel ist er auf eine Gehhilfe und das starke Schmerzmedikament Vicodin angewiesen, von dem er längst abhängig ist.

Sein Umgang mit Patienten entspricht nicht unbedingt dem eines engagierten Arztes. Wenn er überhaupt einmal bei einem Patienten auftaucht, ist er direkt, unhöflich und respektlos. Er ist sogar der Meinung, dass alle Patienten lügen und ihm seine Arbeit somit erschweren. Wenn er die Möglichkeit dazu hätte, würde er lieber von seinem Büro aus praktizieren und niemals einem Patienten gegenübertreten. Das jedoch lässt Klinikchefin Lisa Cuddy nicht zu und zwingt ihn, auch seinem Dienst im Krankenhaus als Allgemeindmediziner nachzukommen, selbst wenn er es nur widerwillig tut und während der Arbeitszeit lieber Seifenopern anschaut oder Videospiele spielt.

Was House an Einfühlungsvermögen fehlt, macht er durch sein umfangreiches Wissen wieder wett. Er gilt als begnadeter Diagnostiker mit untrüglichem Instinkt und unkonventioneller Denkweise, die bei seinen Kollegen oft auf Skepsis oder gar Unverständnis stößt. Doch seine Erfolge geben ihm Recht. Daher respektieren die Kollegen ihn zutiefst und stecken auch seine vielen Unhöflichkeiten weg.

Foto: Hugh Laurie, Dr. House - Copyright: 2012 Fox Broadcasting Co.; Nathaniel Chadwick/FOX
Hugh Laurie, Dr. House
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Im Laufe der Serie erfährt man die einen oder anderen Details aus dem Leben des Dr. Gregory House. Er studierte zunächst an der Johns Hopkins School of Medicine, musste diese jedoch verlassen, nachdem er beim Abschreiben erwischt wurde. Seinen Abschluss machte er schließlich an der University of Michigan.

Er ist Atheist, beherrscht mehrere Fremdsprachen und ist musikalisch begabt. Er spielt Klavier und Gitarre. Er hat keine Geschwister und sein Verhältnis zu seinem Vater ist sehr angespannt. Es wird angedeutet, dass House in seiner Kindheit misshandelt wurde. Als sein Vater stirbt, entnimmt House der Leiche eine DNS-Probe, um eine Vermutung, die er seit seinem 12. Lebensjahr hegt, bestätigt zu bekommen: das sein Vater nicht sein leiblicher Vater ist. Dies stimmt tatsächlich, ändert für House aber nichts, was ihn wiederum deprimiert. House war längere Zeit mit Stacy Warner liiert, doch die Beziehung ist einst an Houses Erkrankung und der Entscheidungen, die Stacy in dieser Zeit für House getroffen hat, zerbrochen.

Sein einziger wirklicher Freund ist Wilson, auf den er sich sehr stark verlässt und in dessen Leben er sich ständig einmischt. Nach dem Tod von Wilsons Freundin Amber, die mit einem Bus verunglückt ist, in dem sie saß, weil sie den betrunkenen House abgeholt hat, geht Wilson auf Abstand zu seinem besten Freund, hält dies jedoch nicht lange durch. Er braucht House ebenso als Gegenstück wie dieser ihn.

Zwischen House und Cuddy, die sich ständig kleine Kämpfe liefern, sowohl in verbaler Form wie auch mittels Streiche, gab es in der Vergangenheit romantische Begegnungen, über die beide jedoch den Mantel des Schweigens hüllen.

Der Tod seines Mitarbeiters Dr. Lawrence Kutner wirft House vollkommen aus der Bahn. Die Tatsache, dass er diese Tat weder vorhersehen und somit verhindern konnte, noch im Nachhinein erklären kann, macht ihm extrem zu schaffen. Sein psychischer Zustand verschlechtert sich rapide und er beginnt an Halluzinationen zu leiden, in denen er Amber sieht, die sein Unterbewusstsein verkörpert. Sie treibt ihn dazu, unterdrückte Gefühle auszuleben, so dass er Chase beinahe umbringt, da dieser gerade kurz vor seiner Hochzeit mit Cameron steht und ein Glück erfährt, zu dem House selbst nicht fähig ist.

House versucht, endlich vom Vicodin loszukommen, und bittet Cuddy um Hilfe. Nachdem sie ihm bei seinem kalten Entzug beigestanden hat, kommen die beiden sich näher und schlafen miteinander. Am nächsten Tag muss House jedoch erkennen, dass er sich dies nur eingebildet hat. Statt Cuddy um Hilfe zu bitten und so mit ihr zusammen zu kommen, hat er sie zutiefst beleidigt und war dann alleine in seiner Wohnung.

House begreift nun endgültig, dass es schlecht um ihn steht, und begibt sich in eine psychiatrische Klinik. Dort lernt er Lydia, die Schwägerin einer Patientin, kennen und beginnt eine Romanze mit ihr, doch sie entscheidet sich letztlich für ihren Ehemann und ihre Familie. House widersetzt sich zunächst Dr. Nolan, dem Leiter der Klinik, und den anderen Ärzten, die ihn behandeln wollen, doch als er durch seine Eigenmächtigkeit einen Unfall provoziert, der einem seiner Mitpatienten fast das Leben kostet, gibt House seinen Widerstand langsam auf. Zwischen ihm und Dr. Nolan entwickelt sich eine Vertrauensbasis.

Nach seiner Entlassung aus der Klinik will House zunächst nicht in seinen Beruf zurückkehren, um nicht wieder in alte Verhaltensmuster zu verfallen, doch wird ihm schnell klar, dass er die Arbeit als Diagnostiker braucht, da sie ihn ausfüllt.

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