Bewertung: 5

Review: #1.08 Computerdämon

Foto: Alyson Hannigan, Buffy - Copyright: Twentieth Century Fox Home Entertainment
Alyson Hannigan, Buffy
© Twentieth Century Fox Home Entertainment

Die Einleitung

Zum ersten Mal gibt es in Buffy eine Art Einleitung mit einem Rückblick. Diese Idee gefällt mir sehr gut, da man als Zuschauer so ein wenig mehr über den Dämon erfährt, noch bevor Buffy und ihre Freunde etwas über ihn wissen. Die Umsetzung fand ich ganz besonders toll. Die Szene wirkte sehr düster und ein wenig unheimlich. Nur sah der Dämon leider relativ unecht aus - aber noch besser als die Masken der meisten sonstigen Vampire.

Fritz und Dave

Im Gegensatz zu Fritz wirkte der Dämon dann aber gar nicht mehr so unheimlich. Fritz erscheint mir mindestens genauso fanatisch, was vor allem an seiner kleinen Rede zu Beginn dieser Folge klar wird.

Fritz: "Das geschriebene Wort ist überholt. Information wird nicht mehr zwischen Buchdeckel gepresst. Sie hat eine neue Form bekommen. Die einzige wirkliche Welt ist die virtuelle. Wenn sie nicht online sind, sind sie nicht lebensfähig!"

Doch nicht nur Fritz, sondern auch Dave wirkt etwas unheimlich. So sitzt er zum Beispiel vor dem Computer und murmelt "Ich verspreche es!". Da kam mir zum ersten Mal der Gedanke, dass sich der Dämon eventuell in dem Computer befinden könnte, da die Schrift des eingescannten Buches auch verschwunden war.

Dieses Unbehagen den Beiden gegenüber erreichte dann seinen Höhepunkt, als die beiden Buffy zu töten versuchten. Und fast wäre es ihnen dann auch gelungen!

Der Computerdämon

Die Idee der Serienmacher, die "altertümliche" Welt, sprich die, aus der die ganzen Dämonen sind, mit der "neuen" Welt zu verbinden, finde ich gut. Vor einigen Jahren, als die erste Staffel von "Buffy" lief, waren Computer noch relativ neu und dieser Computer-Boom fing gerade so richtig an. Gut also, dass man den "Buffy" - Zuschauern statt nur alten Dingen, wie Dämonen, Armbrust, et cetera, auch mal etwas Neues bieten wollte, also etwas Moderneres.

Die "Liebe", die der Dämon für Willow empfand, kann ich jedoch nicht nachvollziehen. Sie hat ihn zwar befreit, doch machte er vor allem vorher, in dem Rückblick zu seiner Verbannung, eher den Eindruck, als würde er nur wollen, dass andere ihn lieben - und erst dann könne er irgendetwas für andere empfinden.

Buffy und Willow

Ich hätte nicht damit gerechnet, dass Buffy modernen Technologien eher nicht so aufgeschlossen ist. Ich hätte eher gedacht, dass sie sich auch für Computer und Internet interessiert und auf Willows Chat-Freund nicht ganz so abweisend reagiert. Willow dagegen hätte ich etwas mehr Vernunft zugetraut und ihrem neuen Freund nicht ganz so schnell vertraut. In gewisser Weise schuf Moloch ja eine Barriere zwischen die beiden Freundinnen, was ein Dämon nun echt nicht schaffen sollte.

Giles und Jenny

Und wieder taucht der Konflikt zwischen alt und neu auf, diesmal von Giles und Jenny ausgetragen. Zunächst war mir Jenny Calendar etwas unsympathisch, da sie so vehement ihre Meinung vertrat. Doch als man dann erfuhr, dass sie sich auch mit Dämonen & Co. auskennt, wurde sie mir viel sympathischer. Und letzten Endes versuchte sie auch alles, um den Dämon zu vernichten. Hat Giles möglicherweise einen neuen Freund gefunden? Oder eventuell einen Gegenspieler? Denn im Grunde genommen sind sich beide sehr ähnlich.

Ende gut, alles gut

Und am Ende war alles Bestens. So, wie man sich das wünscht. Wirklich wie man sich das wünscht? Ich würde gern mehr Folgen sehen, die nicht abgeschlossen sind, sondern in einer nächsten Folge weiter ausgeführt werden.

Fazit

Gute Story, aber ich hätte mir noch mehr gewünscht. Und ich weiß aufgrund der vorigen Folge, dass es eindeutig besser geht. Jedoch war es schön, dass, nach Buffy und Xander in den letzten Folgen, nun Willow einmal im Vordergrund stand.

Vivien B. - myFanbase

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