Bewertung: 7

Review: #1.15 Dolomite, Apple Slices, and a Mystery Woman

Foto: Zoe Perry, Young Sheldon - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Zoe Perry, Young Sheldon
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Dem "The Big Bang Theory"-Spin-Off "Young Sheldon" gelingt es auch in dieser Episode, Sheldons Eigenheiten und Ansichten, wie wir sie jetzt kennen, auf amüsante und logische Weise zu erklären. Diesmal erfahren wir, warum er als Erwachsener solch eine Abneigung gegen die Geologie hat.

Libby und die Geologie

Ich muss zugeben, dass mich die Episode anfangs etwas verwundert hat. In meinen Augen ist Sheldon nicht unbedingt der Typ dafür, der von sich aus auf andere Menschen zugeht. Doch genau das tat er diesmal, als er bemerkt hat, dass ein Mädchen sich für Geologie interessiert und das sogar freiwillig, ohne dass es zum Unterrichtsstoff gehört. Dass er weniger an Libby als an der Tatsache, dass sie sich auch für die Wissenschaft interessiert, wird spätestens klar, als Tam sich einbringt.

Obwohl er ähnlich wie Sheldon ein Außenseiter ist, hat Tam ganz andere Ambitionen Libby betreffend. Denn anders als sein Freund hat er die Absicht mit Libby zu flirten. Etwas, womit Sheldon gar nichts anfangen kann und ihn deswegen zurechtweist. Vielmehr ist er daran interessiert, etwas über die Geologie zu erfahren, wofür er sogar in die Natur hinausgeht. Daran lässt sich erkennen, dass Sheldon durchaus bereit ist, Dinge zu tun, die eigentlich eher untypisch für ihn sind. So auch, als er die Toilette in der Schule benutzt. Doch durch Libby, die ohne Wenn und Aber ihm dabei zur Seite steht, gelingt ihm auch das problemlos und Sheldon fängt sogar an, etwas für Libby zu empfinden, das sich nicht nur auf die Wissenschaft bezieht, was mir sehr gut gefiel.

Allerdings war auch klar, dass diese Freundschaft(en) nicht von Dauer sein (werden). Dafür halte ich Sheldon einfach auch noch für zu jung bzw. ihm fehlt das Zwischenmenschliche, was eine Freundschaft zu einem Mädchen durchaus erschwert. Dennoch tat mir Sheldon sehr leid, als er mitbekommen hat, dass Libby ihn nicht als Freund ansieht, sondern sie sich eher als seine Babysitterin. In gewisser Weise finde ich es auch gut, dass Tam bei ihr gescheitert ist, denn ich glaube, dass es für Sheldon noch sehr viel schlimmer gewesen wäre. Jetzt haben wir jedenfalls eine plausible Erklärung dafür, warum er die Geologie so wenig wertschätzt.

Die Sorgen einer Mutter

Sheldons neue Bekanntschaft sorgt für einigen Gesprächsstoff innerhalb der Familie. Mir gefiel es gut, dass jeder einzelne auf die eine oder andere Weise eingebunden wurde. Vor allem aber bei George und Mary waren die Rollen klar verteilt. George sieht das Ganze sehr entspannt und ist sogar stolz auf seinen Sohn, dass er endlich eine Freundin hat, die zudem auch noch älter ist. Das wiederum bringt ein Thema zur Sprache, bei dem erneut Missy mit ihrer witzigen und ironischen Art bei mir punkten konnte. Es ist einfach herrlich, wie sie locker zugibt, dass sie ihren Bruder mal so eben über das Thema Sex aufgeklärt hat. Eigentlich ist es schade, dass wir dies nicht zu sehen bekommen haben. Mary jedenfalls war darüber überhaupt nicht begeistert und sorgte sich ohnehin noch über ganz andere Dinge.

Marys Sorge um Sheldon ist sicherlich nicht ganz unberechtigt, dennoch fand ich es etwas übertrieben von ihr, ihm den Ausflug zu verbieten. Immerhin dürfte es sie doch freuen, dass ihr Sohn neben Tam noch jemand weiteres hat, mit dem er sich gut versteht. Sicherlich war ihr Vorschlag, ihren Sohn zu fahren, liebt gemeint. Auch wenn Sheldon noch ein kleiner Junge ist und Mary ihn immer als solchen ansehen wird, kann ich nachvollziehen, dass es ihm unangenehm wäre, würde er von Mary gefahren werden. Ich frage mich, warum sie nicht gleich auf den Gedanken gekommen ist, dass sie Libby zunächst erst einmal kennenlernt. Immerhin hat sie das bei Tam genauso gemacht. Aber bei Libby handelt es sich eben um ein (älteres) Mädchen. Jetzt wird es ohnehin eine ganze Weile dauern, bis Sheldon sich auf neue Freunde einlässt.

Etwas erschreckend in Bezug auf Libby fand ich übrigens Georges Reaktion auf ihre Hautfarbe. Er war zwar nicht abwertend oder unfreundlich, aber man hat ihm angemerkt, dass er etwas schockiert darüber war. Um genau das zu verdeutlichen, ist ihm nach seiner Spionage auch noch ein andersfarbiges Kinder über den Weg gelaufen. Manchmal ist es schwer, sich in diese Zeit zurückzuversetzen, wo so etwas irritierend ist. Sehr gut hat mir Georgie gefallen, der in Libbys Hautfarbe überhaupt kein Problem sah und es auch nicht für erwähnenswert fand.

Fazit

Überzeugend kann in dieser Episode dargestellt werden, warum Sheldon die Geologie für keine Wissenschaft ansieht, da er es mit seiner Kindheit verbindet, die ihm die Freude an diesem Wissensgebiet verdorben hat. Wieder einmal ist es aber auch Mary, die mir mit ihrer Überbesorgnis etwas missfällt, auch wenn sie am Ende sehr verständnisvoll reagiert hat.

Daniela S. - myFanbase


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