Bewertung: 8

Review: Die Dinnerparty (2.15)

Foto: Ian Somerhalder, Nina Dobrev & Paul Wesley, Vampire Diaries - Copyright: Warner Bros. Television Entertainment/ Andrew Eccles
Ian Somerhalder, Nina Dobrev & Paul Wesley, Vampire Diaries
© Warner Bros. Television Entertainment/ Andrew Eccles

Eine Dinnerparty mit Folgen... Schlag auf Schlag geht es bei "Vampire Diaries" weiter. Nachdem die Werwölfe Mystic Falls verlassen haben, setzt Elena Elijah zunächst außer Gefecht, Bonnie verliert ihre Kräfte und Katherine ist wieder frei. Sehr gute Voraussetzungen für die kommenden Folgen.

"Elijah, did John tell you that he is Elena's uncle slash father?" - "Yes, I'm well aware of that." - "Of course she hates him, so there's absolutely no need to keep him on the endangered species list."

Eine kleine Dinnerparty mit Damon, Elijah und John - die Vorstellung davon ist vielversprechend und der Zuschauer wurde keinesfalls enttäuscht. Zunächst einmal taucht John echt überall auf und es interessiert ihn nicht im geringsten, ob er willkommen ist oder nicht. Wahrscheinlich wollte er sich aber nur nicht entgehen lassen, wie Damon Elijah umbringt und dabei selbst stirbt. Doch dazu ist es nicht gekommen. Damon hat gerade noch rechtzeitig davon erfahren und zu meiner Überraschung relativ gelassen darauf reagiert. Ich wundere mich in letzter Zeit sowieso ein wenig über Damon. Als er erfahren hat, dass Mason ein Werwolf ist, stand für ihn sofort fest, dass er ihn töten muss. Wenig später hat er Mason gefoltert und ermordet. Er hat jedoch nie wirklich versucht, Rose zu rächen und Jules umgehend auszuschalten. Stattdessen hat er abgewartet und hätte ohne Elijahs Hilfe nie überlebt. Nun wird er direkt mit einem Mordversuch von John konfrontiert und er reagiert wieder nicht sofort - wenn überhaupt. Dieses Verhalten von Damon entspricht nicht seinem Charakter und es kommt mir vor, als würden die Autoren diesen Weg gehen, um spannende Episoden zu schreiben und trotzdem Nebencharaktere wie Jules und John am Leben zu erhalten.

Die parallele Erzählweise zwischen den Szenen beim Dinner und Elena, die im Haus am See die alten Tagebücher von Jonathan Gilbert liest, fand ich etwas übertrieben und drücken das Gesamtbild der Folge ein wenig. Wie logisch ist es denn bitte, einen halben Satz laut vorzulesen und dann einfach aufzuhören, nicht beachtend, dass in diesem spannenden Abschnitt vielleicht noch andere wichtige Erläuterungen kommen? Die Szenen sollten für Spannung sorgen und haben dies auch zu einem gewissen Grad geschafft. Dennoch saß ich danach kopfschüttelnd vor dem Fernseher...

"A little tip: Don't pull the dagger out."

Trotz allem war die Geschichte um den Dolch und das Töten von Originals sehr interessant. Schon lange hat man sich als Zuschauer gefragt, ob und wie es denn möglich ist, die Ur-Vampire zu töten. In dieser Folge haben wir nun endgültig erste Antworten bekommen: Einen Original kann man nicht töten, nur außer Gefecht setzen. Und das ist genau das, was die Serie für Elijah braucht. Er ist ein sympathischer Vampir, der sich dennoch seiner Fähigkeiten bewusst ist. Er hat gezeigt, dass man ihm voll und ganz vertrauen kann. Doch der Tod von Elena kann einfach nicht in Kauf genommen werden und deshalb war es notwendig, dass Stefan und Damon wieder die Oberhand gewinnen. Doch es stimmt mich durchaus positiv zu wissen, dass Elijah jederzeit zurückgeholt werden kann.

Und mit Katherine zurück in der Freiheit, kann Elijah schneller wieder am Leben sein, als Elena, Damon und Stefan lieb ist. Sie hat in der Vergangenheit oft gezeigt, dass sie sich selbst am nächsten ist. Wenn man sich die Szenen zwischen ihr und Damon bzw. Stefan genauer anschaut, könnte man so etwas wie wahre Gefühle in ihre Taten/Aussagen interpretieren, doch zwischen den ganzen Lügen bleibt es weiter fraglich, wie sehr sie sich um ihre Umwelt schert. Deshalb weiß ich nicht, was ich von ihrer Aussage am Ende der Folge, Damon helfen zu wollen, halten soll. Es wäre für mich mehr als denkbar, dass sie diejenige ist, die Elijah zurück holt, um so endlich Frieden mit ihm zu schließen.

"Now get rid of him before Jenna gets back with dessert."

Alaric und Damon haben mir in dieser Folge wieder ausgesprochen gut zusammen gefallen. Nachdem mir die Darstellung ihrer Zusammenarbeit in #2.11 By the Light of the Moon eher peinlich war, konnten die beiden diesmal wieder überzeugen. Zwar zeigte Damon mal wieder, dass Alaric ihm nicht vertrauen kann, doch mittlerweile sind die beiden an einem Punkt in ihrer Freundschaft angekommen, an dem es Alaric klar ist, dass Damon einfach so ist und auch weiß, was er eigentlich vorhat. Im Endeffekt war es jedoch Alaric, der die Chance nutzte und Elijah mit dem Dolch erstach. Ich kann mir jedoch gut vorstellen, dass da neben der Hilfe, die er Damon geben wollte, noch eine gehörige Portion Eifersucht mitspielte.

Doch seine Beziehung zu Jenna konnte das nicht retten. John hat schon längst für Konflikt zwischen den beiden gesorgt und da Alaric Jenna die Existenz von Vampiren/Werwölfen unbedingt verschweigen will, kann er nicht anders, als sie zu enttäuschen. Es scheint, als wäre es eine ausweglose Situation für Alaric, doch ich verstehe nicht, weshalb Damon hier nicht eingreift - sowohl im Bezug auf John als auch im Bezug auf Jenna. Sicherlich will Alaric nicht, dass Damon Jenna compelled, aber wenn es so weiter geht, erfährt sie schneller von der Existenz von übernatürlichen Wesen als ihm lieb ist. Aus Zuschauersicht kann ich mich gar nicht wirklich festlegen, was für ihren Charakter besser wäre. Als Mitwissende könnte sie definitiv besser in die Handlungen integriert werden, trotzdem wäre es vielleicht zu viel des Guten, wenn plötzlich alle Charaktere (mit Ausnahme von Matt) eingeweiht wären.

"You know the hate you're feeling, towards Stefan, towards everyone… You think you have it under control, but you don't. It will get the best of you."

Die Rückblicke in dieser Folge haben sehr schön gezeigt, wie menschlich Damon doch kurz nach seiner Verwandlung war und wie Stefan immer mehr die Kontrolle über sich und seine Gelüste verloren hatte. Das Auftauchen von Lexi hat mir super gefallen, als ich Arielle Kebbel in den Credits gelesen hatte, habe ich mich sofort gefreut. Die Chemie zwischen ihr und Stefan in #1.08 162 Kerzen war super, doch leider musste sie damals schon das Zeitliche segnen. Nun erfahren wir ein wenig mehr von ihr und ihrem ersten Zusammentreffen mit Stefan. Sie war diejenige, die ihm geholfen hat, seine Menschlichkeit wieder zu finden und damit den Beginn einer jahrhundertelangen Freundschaft einläutete. Und sie war diejenige, die schon damals Damon vorhersagen konnte, dass er unter seinem Hass zusammenbrechen und seine Menschlichkeit verlieren wird. Nach dieser Szene fällt es mir umso schwerer, an Damons kaltblütigen Mord zurückzudenken, um sich selbst und Stefan zu schützen.

"If any harm comes to my son because of what you did, you will answer to me."

Der Verlust von Bonnies Fähigkeiten wird wahrscheinlich einigen Einfluss auf das Vorgehen gegen die Originals in den nächsten Folgen haben. Was ich jedoch viel interessanter fand, war die Demonstration von Dr. Martins Kräften. Wenn er schon fähig ist, Bonnies Kräfte zu entziehen, dann wird seine Tochter, die Klaus für seine Zwecke nutzt, noch viel größere Kräfte haben. Ich freue mich immer mehr auf den Showdown, auf den die Serie nun so langsam zugeht.

Fazit

Eine spannende Episode, die sehr gut unterhalten hat und an die Anfänge der zweiten Staffel zurück erinnert. Ich bin wieder ganz in den "Vampire Diaries"-Bann gezogen worden und warte voller Vorfreude auf die nächste Folge.

Sophie Blumengarten - myFanbase


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