Bewertung: 8

Review: #4.07 High Water and a Devil's Daughter

Foto: Charles Michael Davis, The Originals - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Charles Michael Davis, The Originals
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Diese Folge konnte nicht nur bei mehreren Beziehungen für einen Durchbruch sorgen, sondern hat gleichzeitig auch die Haupthandlung mit einigen überraschenden Entwicklungen vorangetrieben. Die Dynamik in New Orleans hat sich ordentlich verändert, was "The Originals" gleich etwas frischen Wind einbringt.

"I'm not scared. I'm a Mikaelson witch."

Endlich hat Hope mal eine zentralere Rolle in der Serie bekommen und darf mehr tun, als nur düstere Omen verkünden und irgendwo schlafend herumliegen. Und siehe da, mit ihrer aufgeweckten und direkten Art kann sie gleich mal Bewegung in die verfahrene Familienfehde bringen. Go Hope! Überhaupt hat sie mir schrecklich gut gefallen, besonders ihr Gespräch mit Marcel. Denn kaum hat der gemerkt, dass man Hope nicht so einfach austricksen kann, haben die beiden eine überraschend ehrliche Unterhaltung. Es ist Marcel wohl doch bewusst, dass er kaum besser ist als die Mikaelsons, wie auch immer er sich präsentieren mag. Und wirklich hassen kann er Klaus auch nicht (wohlgemerkt Klaus, bei Elijah bin ich mir da nicht ganz so sicher). Lustigerweise hat Rebekah fast das Gleiche ganz am Anfang der Serie mal zu Hayley gesagt. Eine gewisse Hassliebe gehört bei Klaus wohl einfach dazu. Dafür ist es schön zu sehen, dass Marcel zu seinen Aussagen steht und Hope nichts tut. Im Gegenteil, er scheint die Kleine ziemlich schnell ins Herz geschlossen zu haben. Ich hoffe, wir bekommen von den beiden noch mehr zu sehen.

Apropos Klaus, für den kommen jetzt auch ganz neue Situationen auf, nachdem seine Tochter tatsächlich bei ihm lebt und alles mitbekommt. Plötzlich müssen Kämpfe außerhalb des Hauses ausgetragen werden (das hat ja schon mal prima geklappt) und er muss sich für seine blutverschmierten Hände Ausreden einfallen lassen (auch daran muss er noch arbeiten). Auch die üblichen Mikaelson-Wege, mit Problemen umzugehen, werden jetzt auf einmal von einer (vergleichsweise) unschuldigen und neugierigen Hope angezweifelt. Die sich natürlich ausgerechnet Marcel als Freund aussucht. Tja, blöd gelaufen.

"The only chance we have left is if we work together."

Wirklich überraschend war diese Erkenntnis von Marcel und Klaus nicht gerade. Man konnte sich schon denken, dass sich diese beiden irgendwann wohl oder übel wieder zusammenraufen müssen, um es mit The Hollow aufzunehmen. Trotzdem hat es mir sehr gut gefallen, wie man diese vorsichtige Versöhnung angegangen ist. Nämlich über Hope. Mit genau der Sache, die sie immer bewegt hat: Familie. Dabei war Hope hauptsächlich diejenige, die den Anstoß gegeben und den Weg für ein normales Aufeinandertreffen geebnet hat. Denn sie hat Marcel und Klaus wieder an die guten Erinnerungen denken lassen, an die gemeinsame Vergangenheit, die die beiden haben. Natürlich ist damit nicht alles vergeben und vergessen. Dazu war der Verrat einfach zu groß. Aber zumindest reden sie frei miteinander. Die Aussage von Marcel, dass er schon immer gewusst hat, dass Klaus ein Monster ist, hat natürlich gesessen. Und dennoch macht Klaus ihm klar, dass er ihn mit zu denen zählt, die er vor The Hollow beschützen will. Wie Hope, wie Freya, wie seine Familie. Das ist noch zumindest schon mal der richtige Weg.

"You deserve someone who gets you."

Freya schlägt sich derweil mit ganz anderen Problemen herum. Nämlich Keelin, die ihr einfach nicht aus dem Kopf gehen will. Sowas von überhaupt nicht, dass sie kurz sogar vergisst, dass es vielleicht keine so gute Idee ist, Dominic aus dem Hexen-Bannkreis zu werfen, nur weil der Keelin bedroht. Immerhin hat diese Nahtoderfahrung mal wieder Freyas Prioritäten aufgezeigt: Familie. Kaum ist sie wieder wach, geht's auf nach Hause, auch wenn sie gerade noch fast tot war. Diese aufopfernde Einstellung kennen wir jetzt schon lange von Freya. Nur wird es jetzt noch auffälliger, weil durch Keelin eben plötzlich jemand da ist, der sie darauf aufmerksam macht, dass das keine gesunde Lebensart ist. Und auch Freya merkt, wie sehr sie sich um Keelin sorgt. Nachdem diese beiden jetzt schon mehrere Folgen lang eine wirklich tolle Chemie miteinander hatten und umeinander herumgetanzt sind, ist man dieses Mal noch den letzten Meter gegangen. Die abschließende Szene auf der Straße hätte so eigentlich auch aus einem Romantikfilm kommen können. Freya hat sich dazu entschlossen, Keelin einen Platz in ihrem Herzen freizuräumen und ich bin gespannt, wo das hinführen wird.

"Do you remember at all what it's like to be a human being?"

Der einzige Nachteil an den Fortschritten, die die Mikaelsons machen ist, dass Elijah sich in die komplett gegengesetzte Richtung entwickelt. Der hat inzwischen einen neuen Höhepunkt an brutalen Entscheidungen erreicht, indem er einfach mal ein paar junge Hexen entführt und umgebracht hat, in der Hoffnung, dass Vincent was damit anfangen kann. Abgesehen davon, wie erschreckend und beunruhigend es ist, dass Elijah das so einfach und ohne Zögern durchzieht, überrascht mich doch auch sein Vertrauen in Vincent. Denn egal, wie mächtig Vincent auch sein mag, das war ja wohl mal das komplette Gegenteil davon, wie das Ritual eigentlich hätte ablaufen müssen. Freiwillig, mit vielen Hexen und vor allem von Hexen durchgeführt. Nicht von einem Vampir, der mal eben schnell ein paar lokale Hexen abschlachtet. Kein Wunder also, dass die Ahnen herzlich wenig begeistert waren (und ich ihnen ausnahmsweise mal Recht gegeben habe). Der Ausweg mit Davina war zwar clever, dafür aber auch ganz schön verstörend, als Vincent ihren Schädel aus dem Grab entfernt hat. Wieso muss Vincent eigentlich immer alles ausbaden und irgendwie wieder hinbiegen? Von dem her kann man gut verstehen, dass es Vincent allmählich mit Elijah reicht. Seine Anschuldigungen waren zwar hart, wohl aber auch nicht weit weg von der Wahrheit. Elijah entwickelt sich in eine beunruhigende Richtung, natürlich wieder unter dem üblichen Mikaelson-Deckmantel der Familie. Nur wird es nicht mehr lange dauern, bis auch die sich Sorgen machen werden.

Randnotizen:

  • Bilde ich mir das ein oder hatte diese Folge sehr viele lustige Sprüche und Szenen?
  • Ausgerechnet die Lockwoods sind also die Hüter der Hexenknochen gewesen. Da bin ich ja mal gespannt, ob man das als Grund benutzt, Mystic Falls einen Besuch abzustatten.
  • Nachdem man sich während der Folge so viel Mühe gegeben hat, das Mal der Crescent-Wölfe zu zeigen, kam ganz am Schluss der große Plottwist: Auch die Geistergestalt von The Hollow hatte genau so ein Mal. Bedeutet das nun, dass es sich um einen Vorfahr von Hayley handelt?
  • Mit Davina als Wächterin der Verbindung zur Ahnenwelt bekommen wir jetzt vielleicht wieder etwas von Danielle Campbell zu sehen. Und hoffentlich mehr als nur einen kurzen Gastauftritt!
  • Es ist schön zu sehen, wie aufrichtig Hayley und Klaus miteinander reden. Sei es nun, dass sie ihre Tochter anders aufwachsen lassen wollen, als sie selbst es sind oder als Klaus ihr von seinen Erlebnissen im Kerker erzählt und Hayley sofort zwischen den Zeilen liest. Die Beziehung zwischen den beiden wird immer besser.
  • Ich bin ja mal gespannt, wie lange sie brauchen, bis ihnen klar wird, dass The Hollow von Sofya Besitz ergriffen hat.



Fazit

Die Episode befindet sich durch den amerikanischen Midseason-Start bereits in der Mitte von Staffel 4. Vermutlich hat sich #4.07 High Water and a Devil's Daughter deswegen wohl auch so angefühlt, als hätte man einen Wendepunkt erreicht. Der große Krieg zwischen Marcel und den Mikaelsons, der von der letzten Staffel übernommen wurde, ist erst einmal auf Eis gelegt. Man hat durch Hayleys Familiengeschichte endlich etwas über The Hollow erfahren. Auch die Ahnenwelt ist wieder im Rennen und kann sich dabei entweder als Verbündeter oder als weiterer Feind herausstellen. Während Klaus sich langsam seiner mitfühlenden Seite öffnet, übernimmt Elijah seine Rolle als gnadenloses Familienoberhaupt. Und Freya kann sich dank Keelin endlich auf etwas anderes als ihre Familie konzentrieren.

Denise D. - myFanbase


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