Bewertung: 7

Review: #11.07 The Geology Methodology

Foto: The Big Bang Theory - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
The Big Bang Theory
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Der Wissenschaftsbetrieb bekommt in dieser Episode wieder einen Schwerpunkt. Außerdem darf Raj endlich mal wieder eine größere und nichtpeinliche Rolle spielen. Beides wird von zwei Nebencharakteren getragen.

"I have real science to do. But you feel free to rock on."

Bert ist wieder mal da und will mit Sheldon zusammen arbeiten, der allerdings wegen seiner gewohnt abwertenden Meinung andere Wissenschaften ablehnt, in Wahrheit aber doch neugierig ist. Doch diese Neugierde reicht nicht vollends aus, um über seinen Schatten zu springen. Sheldon genießt zwar die Arbeit, aber er will auf keinen Fall, dass jemand davon weiß, weil sein Ruf sonst in Gefahr sei. Das ist mal wieder eine äußerst einseitige Betrachtung, denn so gut dürfte sein Ruf gar nicht sei. Aber das ist letztlich nebensächlich. Interessant ist an der Geschichte vor allem, dass man wie in der letzten Zeit wieder zwei Personen zusammen arbeitet lässt, die aus unterschiedlichen Feldern kommen. Das scheint den Autoren Spaß zu machen, weil man nach so vielen Jahren vielleicht auch mehr Ideen für witzige Momente und Situationen findet. Sheldon ist jedenfalls eifrig damit, die Rechnungen für Bert durchzuführen, aber noch eifriger dabei zu verbergen, dass das niemand erfährt. Bert braucht zwar eine Weile, bis er es mitbekommt, aber er hat das Rückgrat, Sheldon die Arbeit aufzukündigen. Das gefällt mir gut. Bei Raj und Stuart hätte man sicherlich wieder die Opferrolle ausgekostet, doch Bert hat mehr Respekt vor sich selbst und lässt sich so nicht behandeln. Sheldon holt sich immerhin Rat bei Penny und Amy, die ihm dann gelungen in die richtige und in ziemlich witzigen Konversationen in die richtige Richtung stubsen können, doch dafür ist es dann zu spät. Bert hat sich schon Leonard gekrallt (bei dem jetzt damit klar sein sollte, dass er immer noch in der Uni arbeitet und dort nicht nur regelmäßig Mittagessen war). Auch dieses Ende ist ziemlich gelungen. Erstens weil Leonard begeistert ist, wie Bert gegen Sheldon aufbegehrt hat, was natürlich auch wieder sehr lustig war. Zweitens, weil Sheldon am Ende eben wieder Konsequenzen für sein Verhalten zu tragen hat. Das passiert in letzter Zeit häufiger und ich hoffe sehr, dass dadurch noch mehr Lerneffekt bei Sheldon eintreten wird.

"I have some experience with serious relationships and a ton of experience with no relationships."

Zufällig treffen Howard und Raj auf Bernadettes neue, indische Kollegin Ruchi und Raj ergreift die Chance und nutzt das gemeinsame Cricket-Interesse, um sich mit ihr wieder anzufreunden, nachdem zu Beginn der Staffel das peinliche Buhlen von ihm und Stuart zu nichts geführt hatte. Ich hatte schon gehofft, dass man Ruchi wieder sehen wird, aber da man bei "The Big Bang Theory" bei solchen Sachen leider nie sicher sein kann, habe ich hier versucht, gar keine Erwartungen zu haben. Ruchi konnte jetzt zwar nicht total begeistern, bot allerdings einen guten Sparingspartner für Raj ab. Seine Problematik wurde gelungen umgesetzt. Ruchi sucht nur jemandem zum Spaß haben, was für den ein oder anderen Mann die Traumvorstellung schlechthin ist. Raj allerdings ist ein tête á tête ohne Gefühle gar nicht richtig gewohnt. Er hatte zwar mal eine Macho-Phase mit zwei Freundinnen gleichzeitig, die er bei nicht sonderlich gut behandelte, aber da hatte man schon gemerkt, dass er sich nicht wirklich wohl fühlt. Nun will er sich einreden, dass er ungezwungene Treffen mit einer attraktiven Frau sorglos bewältigen und dabei Spaß haben könne. Penny hat ihm da eigentlich einen wunderbaren Rat gegeben, über den man sich köstlich amüsieren konnte.

Ich finde es eigentlich ziemlich schön, dass Raj so ein hoffnungsloser Romantiker ist und seine Emotionen und Gedanken da immer frei heraus lassen möchte. Die Diskussion beim Abendessen war dann nicht nur lustig, sondern wirklich interessant. Hier wurden analytische und emotionale Komponenten gut gegenüber gestellt. Ruchi erinnerte etwas an Leslie Winkle und Raj war voll in seinem Element. Seine Konsequenz, dass Ruchi nicht zu ihm passe, weil sie nicht an die Liebe glaubt, finde ich absolut nachvollziehbar. Eigentlich ist es fast schade, dass er dann doch die Vorteile des Beziehungslebens ohne Liebe sieht und dann einen kleinen Machomoment hat. Besonders lange wird er das aber bestimmt nicht durchhalten.

"The transformation to my mother is complete."

Ein paar kurze Szenen beschäftigen sich auch mit Howard und Bernadette, deshalb will ich auch ein paar kurze Worte darüber verlieren. Das zweite Kind wird nicht mehr lange brauchen und da Melissa Rauch auch im echten Leben schwanger ist, wird sie jetzt sicherlich nicht mehr häufig zu sehen sein. Insofern ist es ein gelungener Zug, ihre Ähnlichkeit zu Howards Mutter zu nutzen und so ein paar Gags zu produzieren. Allerdings darf man das auch nicht überreizen, denn eigentlich weiß Bernadette nur zu gut, dass diese Stimme nicht nur positive Emotionen hervorruft. Insofern hoffe ich, dass es nicht zum Dauerthema wird.

Fazit

Auch das war wieder eine ordentliche Episode, die man am Ende der Staffel sicherlich nicht als wichtig in Erinnerung behalten wird, die aber in sich stimmige Geschichte mit der gewohnten Portion Humor liefert.

Emil Groth - myFanbase


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