Bewertung: 8

Review: #10.12 Die Feiertags-Zusammenfassung

Foto: Melissa Rauch, The Big Bang Theory - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Melissa Rauch, The Big Bang Theory
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Mit einem ungewöhnlichen, aber erfrischenden Erzählstil geht es in Folge 1 nach der Geburt. Soll das jetzt bedeuten, dass "The Big Bang Theory" wirklich neue Wege gehen will oder ist es nur ein kleiner Kontrapunkt? Sicherlich wird man die Flashbackvariante eher als Ausnahme sehen.

"Amy and I are living together in sin, like a couple of New Yorkers."

Amy und Sheldon sind bei Sheldons Mutter zu Besuch und Amy drängt Sheldon dazu, zu verraten, dass er mit Amy zusammengezogen ist. Doch statt Sheldon eine Ansprache zu halten, ist die Mutter erfreut. Sie ist froh, dass sich überhaupt jemand für ihn interessiert. Sheldon ist zurecht wütend und als auch Amy geschnallt hat, dass es auch für sie nicht wirklich ein Kompliment ist, ist das Wochenende wirklich vermasselt. Die inhaltliche Tiefe ist nicht wirklich von Bedeutung, auch wenn Amys Erklärung über Stärken und Schwächen und den Nutzen einer Beziehung, nämlich bei den Schwächen zu unterstützen, sehr gelungen war. Überzeugen konnte diese Story vor allem durch ein enorm hohes Maß an Witzen und Sprüchen, die insbesondere Sheldon auch perfekt immer noch in die Gegenwart mitgenommen hatte. Sheldon hat so viele tolle Sprüche in dieser Episode, dass man den Autoren beinahe vorwerfen könnte, zu sehr auf ihn fixiert gewesen zu sein. Das hat aber richtig Spaß gemacht.

"Then I found out, that she watched two episodes without me."

Auch Penny und Leonard haben die Feiertage nicht komplikationslos überstanden. Die Besorgung eines Weihnachtsbaums hat sich als schwierig erwiesen, weil Leonard nicht der geborene Handwerker ist. Der grundlegende Ansatz war hier durchaus lustig, aber es reichte nicht, um damit einen ganzen Subplot zu entwickeln. So finde ich schon, dass der Streit sehr übertrieben war. Dass dann auch noch Tiere im Baum stecken, ist nach der Reise des Baumes und den vielen Erschütterungen auch nicht wirklich glaubhaft. Die Story spielte aber eh eine so kleine Bedeutung, dass mein Missmut darüber nicht so sehr ins Gewicht fällt.

"It has been hard to sleep with all the crying."

Äußerst erwartungsvoll war ich auf die Storyline um das neue Baby, welche man natürlich erst mal mit viel Screentime erzählt hat. Dass es um das Thema Schlaf geht, war zu erwarten. Dass man dabei aber zumindest oberflächlich auch das Thema postnatale Depression anreißt, finde ich sehr gut. Man hat hier nicht versucht, wirklich ernst reinzubringen, weil das die Serie noch nie gemacht hat (anders als bspw. "Scrubs - Die Anfänger"). Ich finde es aber gut, dass man das häufig vorkommende Problem, dass eine junge Mutter an ihren Fähigkeiten zweifelt, nicht ignoriert, sondern mitnimmt. In dieser Storyline sind die witzigen Momente natürlich vor allem die in der Gegenwart, besonders in Kombination mit Sheldon. Ich hoffe sehr, dass man in dieser Form weiter machen wird und immer wieder typische Probleme beim Umgang mit Kleinkindern thematisiert. Was ich dagegen nicht brauche, ist, dass man sich weiter lustig über Raj und Stuart macht, die offenbar eine wahnsinnig große Hilfe sind und dafür mehr Respekt verdienen, als Mrs. Doubtfire und Mrs. Poppins bezeichnet zu werden.

Fazit

Ich bin mit dieser Episode bis auf ganz wenige Kleinigkeiten äußerst zufrieden. Insbesondere die Autoren haben mit ihren vielen Sprüchen genau meinen Humor getroffen, den die Darsteller gewohnt zuverlässig auch auf die Bildfläche bringen konnten. Die Erzählweise mit den Rückblicken hat mir auch zugesagt und war erfrischend, weil es einfach Abwechslung und mehr Möglichkeiten bot. Wenn man jetzt auch noch weiterhin die Potenziale um das Baby regelmäßig ausnutzt, dürfte der zweite Staffelteil noch sehr erfreulich werden.

Emil Groth - myFanbase


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