Bewertung: 7

Review: #5.03 Sleeping Giants

Foto: Bob Morley, The 100 - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Bob Morley, The 100
© Warner Bros. Entertainment Inc.

#5.03 Sleeping Giants setzt dort an, wo der Staffelauftakt endete und zeigt die erste Konfrontation der Häftlinge mit Clarke in Eden, wobei deren technologische Überlegenheit schnell deutlich wird. Derweil hat die Spacekru den Arkring verlassen und macht sich daran die Eligius IV im Orbit zu erkunden. Zwar gibt es keine Szenen aus dem Bunker, aber dafür endlich mehr Informationen über die Neuankömmlinge.

"Murder, murder, murder, arson resulting in murder, armed robbery resulting in murder."

Während auf diesem Schiff also Kryokammern benutzt wurden, erfolgte die Mission der Eligius III mit dem Natblida-Serum. Ob auch dieses Schiff noch irgendwo herumtreibt und irgendwann von Bedeutung ist? Zumindest die Eligius IV hat durch das Antriebsproblem ziemlich lange zur Erde gebraucht, was natürlich für unsere Charaktere seine Vor-, aber auch ein paar Nachteile hat. Im Video des Captains blieb zwar unerwähnt, worin genau Befehl 11 bestand, aber ich hege den leisen Verdacht, dass dieser etwas mit der Nützlichkeit der Häftlinge nach der Mission zu tun hatte. Dies könnte zumindest erklären, warum Shaw sich auf ihre Seite geschlagen hat. Auch wenn er wie ein netter Kerl wirkt, der ja scheinbar nur auf ein Abenteuer aus war, bleibt die Verantwortung für den Tod der restlichen Crew schwerwiegend. Natürlich ergibt sich so eventuell auch die Möglichkeit, dass Shaw wieder die Seiten wechselt. Gebrauchen könnten Bellamy, Clarke und Co. sicherlich einen Verbündeten. Das Video, die Akten und auch die Begegnung mit Kodiak machen schließlich deutlich, dass mit den Häftlingen nicht gut Kirschen essen ist. Diyoza vermittelt zwar den Eindruck, dass sie ihre Leute unter Kontrolle hat, aber ganz sicher, dass beispielsweise McCreary ihre Befehle befolgt, ist sie ja auch scheinbar nicht. An der Erkenntnis, dass ihre Welt nun vollkommen anders ist, haben sicherlich auch böse Jungs und Mädels schwer zu knabbern. An dieser Stelle komme ich auch nicht ganz darum herum mich zu fragen, ob es zwischen Clarke und Diyoza eine ähnliche Dynamik wie damals zwischen Clarke und Dante geben wird. Spannend wird es sicherlich, wie die Verhandlungen zwischen Diyoza und Bellamy verlaufen. Den Trumpf hält zwar momentan Bellamy in seiner Hand, die Neuankömmlinge haben allerdings auch nicht mehr viel zu verlieren und wie groß der Zusammenhalt innerhalb der Gruppe ist, bleibt auch ungewiss.

"This is not murder. It's survival. They die now or we die later."

Was man bereit ist zu tun, um zu überleben, ist immerhin eine konstante Frage in "The 100" und stellt sich natürlich auch wieder in dieser Folge. Murphy beispielsweise möchte die Häftlinge am liebsten sofort töten und rechtfertigt dies auch mit Clarkes Opfer. Ob er wirklich dieser Meinung ist oder dieses Argument nur einbringt, weil er glaubt so Bellamy überzeugen zu können, ist bei Murphy wie immer schwer einzuschätzen. Zumindest zeigt die Szene deutlich, wie sehr sich Bellamy als Anführer verändert hat, denn er hört sich Murphys Sichtweise an und möchte Opfer vermeiden. Eine endgültige Entscheidung fällt Bellamy nicht, bietet die Geiselnahme der schlafenden Häftlinge immerhin eine bessere Verhandlungsbasis. Das Problem ist damit natürlich nur verschoben und es ist wohl eher die Frage, wie bald Bellamy wieder Blut an den Händen kleben hat. Auch wird ihn sicherlich belasten, dass er auf Ravens List hineingefallen ist, sobald er erfährt, dass seine Kameraden ohne Ausweg festsitzen. Wobei ich mir momentan nicht wirklich viele Sorgen um Raven und Murphy mache, schließlich sind die beiden Überlebenskünstler und gemeinsame Szenen der beiden gefallen mir fast immer sehr gut.

Randnotizen

  • Ich mag, wie selbstverständlich Madi gleich mit Bellamy umgeht und bin gespannt, was sie von den anderen der Spacekru hält. Bisher wissen wir ja nur, dass Madi scheinbar Octavia sehr bewundert.
  • Clarke schafft es nicht so lange wie Lincoln damals die schweigsamer-Grounder-Nummer durchzuziehen, aber er musste damals ja auch nicht um ein Kind bangen.
  • "Any sufficiently advanced technology is indistinguishable from magic." - Raven zitiert Arthur C. Clarke, nach dem Kass Morgan damals unsere Clarke auch benannt hat.
  • Und wo wir bei Namen sind, haben die der Häftlinge wohl eine besondere Bewandtnis? Während Diyoza und ihre Jungs normale Namen haben, gibt es mit Falk, Rabe und Kodiak(bär) schon so einige Tiernamen. Es könnte sich natürlich auch um Spitznamen handeln.
  • Ist noch jemanden aufgefallen, dass Emori ihre Hände nicht mehr versteckt?
  • Ich bekomme immer mehr das Gefühl, dass die Beziehung zwischen Murphy und Emori vielleicht doch noch gekittet werden kann. Würde mir zumindest gefallen, ich mag die beiden als Paar. Der Abschied war zwar nicht gerade herzlich, aber Harpers Worte schienen Emori doch nachdenklich gestimmt zu haben.
  • Ich wüsste zu gern, wie viele Menschen Eden eigentlich ernähren kann.
  • "You don't like being called useless, do you, Murphy?" –" I don't know. Do you like being called a coward?" - "Useless." - "Coward." Ach, ich liebe diesen Schlagabtausch zwischen Monty und Murphy. Scheint so, als wären die beiden auch nach sechs Jahren nicht wirklich Freunde geworden.
  • Und nicht zu vergessen, dieser Bellarke-Moment: "283 lives for one. She must be pretty important to you." - "She is."

Fazit

Eine gute Folge mit einigen lustigen Momenten und einer interessanten Entwicklung, auch wenn mir noch nicht vollkommen klar ist, wohin diese Staffel die Zuschauer führen wird. Aber wir reden schließlich über "The 100", eine Serie, die immer für Überraschungen gut ist. Negativ anzumerken bleibt weiterhin, dass noch die richtige Balance zwischen den unterschiedlichen Gruppierungen und Orten fehlt.

Charleen Winter - myFanbase


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