Bewertung: 8

Review: #2.18 Erwacht! Erhebt euch oder bleibt gestürzt!

Nach der letzten Folge war ich äußerst gespannt darauf, was Sebastian/Jonathan mit Max anstellen wird und ehrlich gesagt war ich schockiert. Natürlich habe ich damit gerechnet, dass er Max nicht einfach so davon kommen lassen wird, aber sein Handeln dahingehend hat mich doch sehr überrascht. Darüber hinaus muss Magnus in Bezug auf Alec eine Entscheidung treffen und wir erfahren etwas mehr über Maias Vergangenheit.

Was hat er vor?

Bei Jonathan bin ich mir noch immer nicht sicher, wie ich ihn einschätzen soll. Auf der einen Seite scheint er Valetine an Grausamkeiten in nichts nachzustehen, auf der anderen Seite wirkt er sehr verletzlich und scheint sich danach zu sehnen, endlich von jemandem geliebt zu werden. In diesem Zusammenhang möchte ich noch unbedingt den Kuss zwischen ihm und Clary aus der vergangenen Folge ansprechen. Anscheinend hat mich das so sprachlos gemacht, dass ich es glatt vergessen habe es in der letzten Review zu erwähnen. Ehrlich gesagt weiß ich noch immer nicht, was ich davon halten soll. Auf der einen Seite kann ich es verstehen, weil Clary augenscheinlich das einzige Mitglieder seiner Familie ist, die Jonathan trotz seiner Taten und seines Dämonenblut liebt und die bisher niemals hat durchblicken lassen, dass sie ihn für ein Monster hält. Sie gibt vielmehr Valentine die Schuld für Jonathans Entwicklung. In der letzten Episode hätte man noch glauben können, dass er einfach davon überwältigt ist, dass Clary ihn nicht aufgeben wollte. Allerdings scheint es am Ende dieser Episode so, als ob er doch mehr als geschwisterliche Gefühle für sie empfindet und sie für sich wollte. Nach den neuesten Ereignissen glaube ich allerdings nicht, dass es noch große Chancen auf weitere Annäherungen zwischen den Geschwistern gibt. Denn Jonathan hat das Vertrauen der Schattenjäger missbraucht und dabei sogar noch Max äußerst schwer verletzt. Zudem scheint Clary nach den letzten Ereignissen doch ihre Hoffnungen ihn betreffend aufgegeben zu haben.

Ich bin jetzt vor allem gespannt, wie die Beziehung zwischen Valentine und ihm sein wird, wenn dieser erfährt, dass Jonathan den Engelsspiegel nicht hat an sich bringen können. Ich glaube kaum, dass er in nächster Zeit das Institut aufsuchen wird, um sich den von Clary entwendeten Engelsspiegel zurückzuholen. Allerdins weiß man natürlich nicht, welche Macht sein Vater auf ihn ausüben wird, um dies vielleicht doch zu tun. Valentine war schließlich jemand, der sich nicht kampflos geschlagen gibt oder jemals aufhört seine Ziele zu verfolgen. Außerdem hat man gesehen, welche Gewaltbereitschaft Jonathan selbst an den Tag legt, wenn es darum geht, seine Wünsche durchzusetzen. Somit werden die restlichen zwei Episoden dieser Staffel sehr spannend werden und vielleicht erleben wir bezüglich Jonathan doch noch eine Überraschung, mit der niemand rechnet. So oder so hoffe ich, dass wir Jonathan noch in der dritten Staffel sehen werden, da er doch einiges an Potenzial hat.

Eine schwere Entscheidung

Ich hatte ja schon in meiner letzten Review befürchtet, dass es zwischen Alec und Magnus kriseln wird und leider ist das eingetroffen, was ich befürchtet hatte. Wie schon gesagt, kann ich irgendwie beide Seiten verstehen. Auch wenn Alec es gut meinte, Magnus mit der Wahrheit zu schonen, so ist und bleibt es doch irgendwo ein Verrat und ein Vertrauensbruch. Somit kann ich Magnus' Entscheidung durchaus verstehen. Denn eines ist mal sicher: Diese Entscheidung ist ihm alles andere als leicht gefallen und auch, dass er Max helfen wollte, zeigt, wie wichtig ihm Alec ist. Aber natürlich trägt er als Hexenmeister eine gewisse Verantwortung und als Anführer einer Gruppe muss man manchmal Entscheidungen treffen, denen man das eigene Glück und Wohlbefinden opfern muss. Mir hat es gut gefallen, dass man in Magnus' Erinnerungen noch einmal gesehen hat, wie schwer der Weg für die beiden gewesen ist und es somit nochmals unterstrichen wurde, dass Magnus die Bedenkzeit nicht umsonst eingefordert hat. Und ich vermute mal, dass Alecs Bitte, Max zu helfen, letztlich eben dazu geführt hat, dass Magnus diese Entscheidung getroffen hat. Ich hoffe aber mal nicht, dass das jetzt dazu führt, dass ein Krieg zwischen den Unterweltler und den Schattenjägern ausbricht. Es ist auf jeden Fall traurig, dass die Beziehung der beiden auf diese Art (vorerst) beendet wurde.

Der Engelsspiegel

Ich gehe mal stark davon aus, dass der Engelsspiegel uns noch bis zum Ende der Staffel beschäftigen wird. Gerade, da wir jetzt neue Erkenntnisse darüber gewonnen haben. Jonathan hat so ziemlich alles dafür getan, damit er an den Engelsspiegel kommt. Er hat scheinbar doch mehr von seinem Vater, als uns lieb ist. Aber dank Clary kam er gar nicht lange in den Besitz des Spiegels. Dass es Clary so mühelos gelang ihn zu zerstören, hat mich anfangs ziemlich verwundert. Bis wir dann die Erklärung dazu bekamen: Der (zerstörte) Engelsspiegel war der Falsche beziehungsweise existierte nur, um den Richtigen schützen zu können. Dieser 'Richtige' ist bei weitem anders, als ich erwartet hätte.

Ich hatte mich ja schon gefragt, was es mit Clarys Visionen genau auf sich hat und konnte mir ehrlich keinen Reim darauf machen, obwohl es eigentlich ziemlich offensichtlich gewesen ist. Doch manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Denn Clary befand sich im See, als sie ihr Spiegelbild sah. Dieser See ist also der wahre Engelsspiegel. Ich denke, die Sache wird noch ziemlich interessant werden, wenn wir noch mehr über diesen See erfahren. Ich frage mich jetzt allerdings, ob auch Valentine darüber Bescheid weiß, obwohl es in der letzten Episode ja nicht so wirkte? Es wäre allerdings schon ein großer und sehr seltsamer Zufall, dass die Hütte, in der Jace schon als Kind mit Valentine wohnte, genau an diesem See liegt und dass Valentine, der ein immenses Interesse an den Engelsinsignien hat, bislang nicht die Wahrheit über den See kannte.

Sorge um Max

Nach dem Cliffhanger war ich sehr darauf gespannt, wie es mit Max weitergehen wird und ich bin so froh, dass er diesen Angriff von Jonathan überlebt hat. Aber natürlich war die Sorge groß, vor allem als Isabelle herausfinden musste, dass Jonathan durch sie ins Institut kam und somit ihrem kleinen Bruder etwas antun konnte. Dabei konnte sie gar nichts dafür, denn ich glaube trotz allem, dass Jonathan doch ein gute Seite besitzt, auch wenn es momentan einfach nicht danach aussieht. Ich bin auch sehr froh darüber, dass die anderen Schattenjäger sofort dafür gesorgt haben, dass Isabelle sich keine Vorwürfe macht. Sehr schön fand ich bei diesem tragischen Handlungsstrang auch, dass Maryse und Robert trotz ihrer Eheprobleme zusammengehalten haben und für ihre Kinder da waren. Ich glaube zwar nicht, dass sie nochmals als Ehepaar so zusammenwachsen, aber zumindest haben sie genügend Verantwortungsgefühl, damit sie die Sache gemeinsam durchstehen konnten.

Vergangenheit, Vertrauen und neue Gefahren

Maia hat sich in Bezug ihrer Verwandlung und ihrer Gefühle immer sehr bedeckt gehalten. Man konnte aber davon ausgehen, dass etwas Schwerwiegendes in ihrer Vergangenheit geschehen ist, worüber sie noch nicht sprechen kann und möchte. Wahrscheinlich war der Zeitpunkt dafür auch noch nicht gekommen. Doch durch die erstmalige Verwandlung eines Mundis in einen Werwolf wurde Maia von Simon an ihre eigene Verwandlung erinnert.

Ich kann nicht gerade behaupten, dass ich mich freue, Russell wieder im Rudel zu haben. Aber, nun ist es erst einmal so. Viel interessanter fand ich ohnehin Maias Geschichte und die Gefahr, die durch Ollie droht. Maias Erzählungen haben mich sehr berührt. Es heißt leider nicht umsonst, dass Liebe manchmal schmerzvoll ist, allerdings kann man es hier tatsächlich wortwörtlich nehmen. Denn wie wir ja erfahren haben, verwandeln sich die Werwölfe nur, wenn ihre Gefühle außer Kontrolle geraten. Die Tragik bei Maia ist ja, dass es ihr (Ex-)Freund gewesen ist, was es natürlich noch umso verständlicher macht, dass sie nicht besonders darauf erpicht ist, Gefühle zu zulassen. Aber ich denke, Simon ist ganz anders und ich freue mich, dass sie sich am Ende etwas gehen lassen konnte und sich auf einen Kuss eingelassen hat.

Allerdings befürchte ich, dass dem Rudel schwere Zeiten bevorstehen und sie umso wachsamer sein müssen. Mir war Ollie von Anfang an nicht gerade geheuer und man hat, glaube ich, auch sehr genau gespürt, dass sie etwas im Schilde führt. Leider bin ich noch immer nicht wirklich dahinter gekommen, was es sein könnte. Fest steht aber zumindest schon mal, dass es etwas mit dem Werwölfen zu tun hat und ich bin mir sicher, wir können uns auf etwas gefasst machen.

Fazit

Mt #2.18 Erwacht! Erhebt euch oder bleibt gestürzt! werden uns neue und vor allem interessante Eindrücke vermittelt, die uns sicherlich noch bis zum Ende der Staffel beschäftigen werden. So bleibt es spannend, wie es mit dem Engelsspiegel weitergeht und ob es ein Krieg zwischen den Unterweltlern und den Schattenjägern geben wird. Gelungen war auch, dass dabei die Annäherung von Simon und Maia nicht zu kurz kam, an der ich persönlich immer mehr Gefallen finde.

Daniela S. - myFanbase


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