Bewertung: 8

Review: #6.10 Nostalgie, Nostalgie!

Foto: Cynthia Nixon, Sex and the City - Copyright: Paramount Pictures
Cynthia Nixon, Sex and the City
© Paramount Pictures

Der deutsche Titel für diese Folge heißt Nostalgie, Nostalgie und ich kann sagen, dass ich mich beim Schauen tatsächlich an alte Zeiten erinnert fühlte und ich fast nichts auszusetzen habe.

Nostalgische Liebe

Carrie hat es mir in der letzten Zeit mit ihren ganzen Männergeschichten wirklich nicht leicht gemacht und nach der letzten Katastrophe war ich eigentlich froh, dass sie offenbar jetzt längere Zeit Single bleibt. Allerdings muss ich zugeben, dass es mir ganz gut gefallen hat, jemanden aus ihrer Schulzeit kennen gelernt zu haben (Willkommen, David Duchovny!). Man hat von Anfang an bemerkt, dass die beiden eine wunderbare Chemie zusammen haben und dass zwischen den beiden mal etwas gewesen sein muss. Allerdings konnte ich mir schon denken, dass zwischen beiden nichts Langlebiges sein wird. Nicht unbedingt, weil zu viel Zeit verstrichen ist, sondern weil sie relativ wenig voneinander wissen bzw. wissen, was in der Zwischenzeit alles passiert ist.

Carrie stellt ihren Freundinnen schon die richtige und vor allem alles entscheidende Frage: Warum hat es nicht schon damals zwischen ihr und Jeremy geklappt, wenn er doch Mr. Right gewesen ist? Ja, warum? Ich denke, dass er schon damals Probleme hatte, aber sie vielleicht nicht erkannt hat oder viel eher gesagt, sich nicht damit auseinandersetzen wollte. Mich würde schon interessieren, welche Probleme es genau waren, die ihn letztlich dazu gebracht haben, sich selbst einweisen zu lassen und sich mit seinem Leben auseinanderzusetzen. Aber wie dem auch sei. Ich bin sehr froh, dass Carrie rechtzeitig die Wahrheit erfahren hat und dadurch erkannt hat, nicht bereit zu sein, zehn Monate auf Jeremy zu warten. Mag sein, dass Carrie egoistisch ist. Ich muss aber sagen, dass es auf mich so wirkte, als wäre sie nicht vollkommen von ihm abgeneigt und wäre bereit, es nochmals mit ihm zu versuchen, wenn er selbst dazu bereit ist. Ich glaube, Carrie ist erwachsen geworden und scheint aus ihren letzten Katastrophen gelernt zu haben.

Eifersucht

Nachdem Carrie und Jeremy (erst einmal) wieder getrennte Wege gehen, konnte sie sich Stanford widmen, der ohne ihre Hilfe sicherlich wieder alleine zum Ball hätte gehen müssen. Wobei ich sagen muss, dass er etwas selbst dran Schuld gewesen ist, dass er auf Carrie angewiesen war. Es ist sicherlich nicht leicht, gleich mal über drei Ecken zu erfahren, dass sein Lebenspartner früher mal auf den Strich gegangen ist und man der einzige ist, der nichts davon wusste. Doch in meinen Augen hat Stanford aus einer Mücke einen riesigen Elefanten gemacht. Dass er nicht gut auf Marcus zu sprechen war, dass er nichts über diesen Punkt in seiner Vergangenheit erzählt hat, kann ich verstehen, jedoch fand ich das Schlussmachen etwas übertrieben. Es hätte sicherlich ausgereicht, wenn es ein paar Tage absolute Funkstille gegeben hätte. Schön, dass Marcus den ersten Schritt zur Versöhnung gemacht hat und Stanford nochmals seine Treue zu ihm versichert hat.

Ich glaube nämlich, dass Stanford vor allem in seinem Stolz verletzt gewesen ist, dass ausgerechnet die Type Anthony das Geheimnis preisgegeben hat. Zumal sich die beiden ohnehin jedes Mal beinahe die Augen auskratzen, wenn sie sich treffen. Vermutlich war Stanford nur eifersüchtig, dass Anthony es vor ihm wusste und er Angst hatte, dass er womöglich ein Kunde von Marcus gewesen ist. Schön, dass Marcus ihm nochmals versichert hat, dass es nicht so war und die beiden sich dadurch wieder versöhnt haben.

Auch Miranda hatte einen Eifersuchtsanfall, den ich aber unglaublich amüsant fand. Ich hatte ja bereits in der letzten Review geschrieben, dass aus Miranda und Dr. Robert Leeds mehr werden könnte, wobei es anfangs dieser Folge gar nicht so aussah. Ich dachte auch, Robert hat ihr die Tickets fürs Basketballspiel geschenkt, damit sie gemeinsam hingehen könnten. Kein Wunder also, dass sie verwirrt war, zumal Robert hinterher noch meinte, sie würden sich dann dort sehen. Und in der Tat, das haben sie ja auch, wenn auch nicht so, wie Miranda erhofft hat. Dafür wurde für einige Verwirrung gesorgt, wobei ich mich noch immer nach dem Warum frage? Warum flirtet Robert mit einer Cheerleaderin, wenn er doch reges Interesse an seiner Nachbarin hat? Angst? Verunsicherung? Charme? Etwas davon war es sicher. Oder aber er wollte sie letztlich nur testen, um sicher gehen zu können, Chancen bei ihr zu haben? Ich hoffe, dass sie nach ihrem sexuellen Abenteuer nicht verkrampft miteinander umgehen werden. Das würde die gute Chemie zwischen den beiden sicherlich kaputt machen. Vielmehr hoffe ich, die Autoren machen etwas aus dem angefangenen Handlungsstrang. In meinen Augen hat Miranda nach der Sache mit Steve ein bisschen Glück verdient hat und das scheint sie in Robert gefunden zu haben.

I'm Annabelle Bronstein!

Sie ist zurück! In den letzten Folgen hatte es leider den Anschein, als hätten die Autoren keinerlei Ideen mehr, was sie mit Kim Cattralls Charakter anstellen sollten. Doch man sollte bei Samantha niemals nie sagen. Schon mehrmals hat sie bewiesen, wie erfinderisch sie in der Not sein kann. Ich erinnere mich nur zu gerne daran, wie sie ihren Vibrator dazu genutzt hat, damit Baby Brady nicht mehr schreit. Diesmal wollte sie sich selbst ein bisschen Luxus gönnen und sich eine Auszeit im Pool nehmen. Das Problem dabei: Die Warteliste, auf der sie steht und die keinen Schritt voran geht.

Ich finde es ja immer wieder amüsant, wenn Samantha in ihrem Element ist und automatisch davon ausgeht, alle Welt kennt ihren Namen! Allerdings wird sie diesmal ziemlich schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Ihr Blick war einfach zu köstlich. Doch Samantha wäre eben nicht Samantha, wenn sie nicht einfach mal einen anderen Weg finden würde, um sich das zu gönnen, was sie möchte, und diesmal war es ein Wink des Schicksals. Wahrscheinlich bin ich eine viel zu ehrliche Haut, als dass ich mich als jemand anderen ausgebe, um an mein Ziel zu können. Samantha ist da anders und kurzerhand wurde aus ihr Annabelle Bronstein. Annabelle Bronstein, die sich den Luxus leisten kann, den Samantha gerne hätte. Es ist einfach immer wieder genial, wie tough sie bei so etwas ist und dabei bis aufs Letzte für ihr Recht kämpft, obwohl sie genau weiß, dass sie absolut im Unrecht ist und sich um Kopf und Kragen redet und man als Zuschauer einfach nur schmunzeln muss.

Fazit

Eine wirklich gelungene Folge, die an vergangene Zeiten erinnert und Spaß gemacht hat. Die kleinen Missverständnisse waren schön und amüsant und hat uns die Mädels mal wieder von einer altbekannten Seite gezeigt. Interessant könnte es noch zwischen Miranda und Robert werden, worauf ich mich sehr freue!

Daniela S. - myFanbase


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