Splitting Up Together - Review des Piloten

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"Splitting Up Together" ist eine der neuen Comedyserien von ABC, die sich hervorragend für einen Familienabend eignet und sich damit problemlos mit den zahlreichen anderen Familien-Comedyserien des Senders zusammentun kann. An dieser Stelle seien nur meine persönlichen Favoriten genannt: "Modern Family", "Black-ish" und "Fresh Off the Boat".

Die Grundprämisse der neuen Serien ist simpel: Ein Ehepaar erkennt, dass es sich auseinandergelebt hat, will für die drei Kinder aber weiterhin ein stabiles Umfeld bieten können. Daher ziehen weder Lena noch Martin aus, sondern errichten im Keller eine Wohnungsmöglichkeit, so dass sie sich wöchentlich damit abwechseln können, das verantwortliche Elternteil zu sein. Diese Grundidee hat mich sehr stark an die Serie "The Real O'Neals" erinnert, die es bei ABC immerhin auf zwei Staffeln gebracht hat. Die einzigen Differenzen sind da natürlich die unterschiedlichen Charaktere und dass nicht nur der Mann im Keller lebt. Ich sehe zwar sehr gerne Comedyserien und mir ist bewusst, dass der Zahn der Zeit nicht ständig neu erfunden werden kann, aber die Parallelen zwischen "Splitting Up Together" und "The Real O'Neals" sind schon so offensichtlich, dass man den Plot als einfallslos bezeichnen kann.

Ich habe dennoch einmal reingeschaut und kann konstatieren, dass der Pilot kein Totalausfall ist, aber wie erwartet auch keine Bäume ausreißt. Die Grundidee funktioniert dahingehend gut, als dass es durch die strikt getrennten Rollen der Eltern zu einigen erheiternden Momenten kommt, die einen herzhaft lachen lassen. Aber nicht nur die Lachmuskeln werden angeregt, denn es werden auch einige nachdenkliche Momente geboten, die mich als totalen Familienmenschen sehr anrühren können. Wenn die Balance zwischen Comedy und Drama gehalten werden kann, hat die Serie damit sicherlich schon ein Pluspunkt.

Negativ sehe ich ganz klar die beiden Hauptdarsteller, Jenna Fischer als Lena und Oliver Hudson als Martin, da beide in ihrem Zusammenspiel, aber auch einzeln, häufig sehr steif wirken. Am besten klappen da die Rückblenden, als die beiden Figuren noch glücklich miteinander waren. Vielleicht muss man ihnen einfach Zeit geben, ihr volles komödiantisches Potenzial auszuschöpfen. Zudem hat man es ja schon mal häufiger, dass die Darsteller im Piloten noch nicht richtig eingespielt sind, daher ist ein Funke Hoffnung also durchaus gegeben.

Da auch die erwachsenen Nebenfiguren noch sehr steif und auch zu stereotyp wirken, habe ich mich daher umso mehr an den drei Nachwuchsdarstellern erfreut, die die Kinder Mae, Mason und Milo spielen. Alle drei haben etwas sehr Erfrischendes, ohne aber überzeichnet dargestellt zu werden und damit auch entsprechend agieren zu müssen. Alleine sie könnten sich ein Grund sein, die Serie weiterhin zu verfolgen.

Fazit

Obwohl die Grundidee von "Splitting Up Together" aufgrund der sehr großen Parallelen zu "The Real O'Neals" eigentlich schon eine Frechheit ist, kann der Pilot durch einige tolle komödiantische, aber auch ernste Momente einen Charme entwickeln, der vor allem von den Jungdarstellern einwandfrei transportiert werden kann. Etwas steif wirken dagegen noch Jenna Fischer und Oliver Hudson in den Elternrollen, die sich aber möglicherweise noch steigern können, so dass "Splitting Up Together" vielleicht sogar zur besseren Umsetzung der Grundidee von getrennten Eltern, die aber immer noch in einem Haushalt leben, werden könnte.

Lena Donth - myFanbase

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