Preview: Merlin

Vom 20. September bis zum 13. Dezember 2008 strahlte das größte britische Network BBC die Abenteuerserie "Merlin" aus. In Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Großnetwork NBC ließ BBC die Serie produzieren, die in der Midseason auch auf NBC ausgestrahlt wird.

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Worum geht es?

Merlins (Colin Morgan) Mutter schickt ihn nach Camelot, damit er dort ein besseres Leben – unter der Obhut des gelehrten Mannes Gaius (Richard Wilson) – führen kann. Gaius ist der Arzt des Königs, wobei letzter an dunkle Magie glaubt und deshalb schon viele "Anhänger" des Zaubers hängen ließ. Als Gaius herausfindet, dass Merlin magische Fähigkeiten hat, versucht er Merlins Geheimnis zu bewahren. Unterdessen treibt eine böse Hexe namens Nimueh (Michelle Ryan) ihr Unwesen und versucht, dem König Uther (Anthony Head) seinen Sohn zu nehmen. Es gelingt Merlin Arthur (Bradley James), den Sohn des Königs, zu beschützen, woraufhin Uther Merlin zum königlichen "Beschützer" von Arthur ernennt...

Die Hauptdarsteller

Colin Morgan spielt Merlin

Am 1. Januar 1986 in Armagh, Nordirland wurde Colin Morgan geboren. 2007 machte der Vegetarier seinen Abschluss an der Royal Scottish Academy of Music and Drama, woraufhin er bald das erste Mal im Fernsehen auftrat. Zuerst in einer Episode der "The Catherine Tate Show" und dann 2008 in einer Folge der beliebten UK-Serie "Doctor Who". Seit 2008 spielt er die Hauptrolle in "Merlin".

Richard Wilson spielt Gaius

Am 7. Juli 1936 wurde der in Großbritannien hoch gefeierte Schauspieler Richard Wilson geboren. Er schloss sich nach dem Studium der Royal Army an und ging nach Singapur. Nach seinem Schauspielstudium machte er an einigen Theatern der Welt seine Erfahrungen. Großen Bekanntheitsgrad erlangte er durch die Darstellung des Victor Meldrew in der zehn Jahre lang produzierten Serie "One Foot in the Grave".

Anthony Head spielt König Uther

Bei Eltern aus dem Showbiz ist es ja nicht selten, dass auch die Kinder dieselbe Richtung einschlagen - so auch bei Anthony Steward Head. Sein Vater ist in England ein bekannter Dokumentarfilmer und gründete die Firma "Verity Films", seine Mutter spielte lange Zeit eine Hauptrolle in der Serie "Maigret" und auch sein Bruder Murray konnte sich dem "Familienfluch" nicht entziehen... mehr

Katie McGrath spielt Morgana

1983 in Dublin, Irland geboren, sah man sie bisher noch in kaum einer Fernsehproduktion. Seit 2007, als sie mit der kleinen Rolle der Rachel im TV-Film "Damage" zu sehen war, steht sie nun schon öfter vor der Kamera. Zu ihren jüngsten Projekten gehören die kleinen Engagements in "Eden", "Freakdog" und neuerdings auch "Merlin", in der sie ihre erste Hauptrolle ergattern konnte.

Bradley James spielt Arthur

Die Rede ist nicht vom Wissenschaftler James Bradley – geboren wurde Bradley 1984 in Dublin, England, Großbritannien und wie auch schon die meisten seiner "Merlin"-Kollegen war er bisher in nicht sehr vielen Rollen zu sehen. Zuvor spielte er in einer Episode der britischen Serie "Lewis" mit, sowie in der kleinen Rolle des Ben im Fernsehfilm "Dis/Connected". Seit ’08 gehört er zum Ensemble von "Merlin".


Die Pilotfolge – Kritik

Es sind vor allem die mystischen Serien, die in dieser Season dominieren. Seien es die mächtigen Götter vom Olymp, die sich der Zeit angepasst haben, die nach Blut lechzenden Vampire oder die Frau, die aufgrund einer magischen Vorhersage schnell den Mann ihrer Träume finden muss. Und nun auch noch "Merlin". Ich kann mich hier nur wiederholen, denn auch über diesen Piloten habe ich mich vor der ersten Ausstrahlung so gut wie gar nicht informiert. Der Titel gefiel mir, so viel mehr hatte ich mir dann aber doch nicht erhofft. Die Serie, das muss ich zugeben, war dann nicht der Knüller schlechthin, aber der Pilot hat trotzdem einen positiven Eindruck hinterlassen. Vor allem, dass eine Figur aus dem Mittelalter nicht plötzlich im einundzwanzigsten Jahrhundert landet, gefiel mir, sondern eben, dass die Serie durchaus vor einigen hundert Jahren spielt und vor allem mit der gedanklich in die Vergangenheit versetzenden Location voll ins Schwarze getroffen hat.

Die Geschichte um Merlin kennt jeder, obwohl sie nicht immer und immer wieder im Geschichtsunterricht gepredigt wurde. Man kennt sie einfach. Aus der Sicht des jungen Merlin, der erst lernt, mit seinen Fähigkeiten umzugehen, spielt Colin Morgan den Hauptcharakter sehr überzeugend. In der ersten Episode trifft er bereits auf seinen Mentor Gaius, der ihn versucht zu lehren und dabei immer wieder mit ansehen muss, wie sein Schützling in Miseren gerät. Das ist schon recht witzig gewesen, ab einem gewissen Zeitpunkt wird aber wohl das etwas zu ausgezehrt sein, um überhaupt noch darüber lachen zu können. Sonst ist es eher so, dass es nicht viel zu lachen gibt und ich insbesondere deswegen etwas zurückhaltend blieb.

Der junge König Arthur und Merlin sehen ineinander natürlich zwei Konkurrenten, so wird aber Merlin von Arthurs Vater zum Beschützer ernannt, nachdem er diesem einmal das Leben gerettet hat. Die Streitigkeiten zwischen Arthur und Merlin können in den kommenden Folgen, ganz anders als die vielen Miseren, aus denen Gaius Merlin retten muss, wahrscheinlich sehr amüsant werden und vielleicht gelingt es Merlin ja am Ende der Staffel oder doch der Serie Arthur ein wenig weich zu kochen. Dabei kommen wir schon zum großen Bösewicht der Staffel (Serie?), denn wir wissen ja: wo ein Zauberer ist, muss auch eine Hexe sein (altes Römersprichwort...), nämlich die böse Hexe Morgana. Recht glaubhaft wird uns verdeutlicht, welche Macht Morgana besitzt und zu was sie alles im Stande ist. Ich bin mir sicher, dass auch dies noch sehr interessant werden könnte, wenn es denn – wie es in vielen Serien leider eben nicht gemacht wird – gut umgesetzt wird.

Sonst muss man sagen, dass "Merlin" auf jeden Fall keine Offenbarung ist. Es gibt hier und da ohne Zweifel ein paar gute Ansätze, aber es braucht mehr, um mich zu überzeugen. Special Effects, ein Haufen Zauberer, eine Hexe und ein Drachen reichen da nicht aus, damit mich die Serie vollkommen einnehmen kann.

Fazit

Nach der ersten Episode brauche ich nicht dringend zu erfahren, wie es weiter geht, obwohl der Pilot ab und an schon ein paar gute Momente hatte. Bisweilen dominiert einfach die Location – das hat BBC mal wieder sehr gut hinbekommen.

Niko Nikolussi - myFanbase

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