Bewertung: 6

Review: #7.01 Hyperion Heights

Once Upon a Time. There was a magical forest filled with fairy tale characters. One day a powerful curse trapped them in a city which had no magic. And each of them forgot who they really were. This is how it happened…

Bereits im Frühjahr 2017 wurde bekannt, dass die Märchenserie, so wie sie uns sechs Jahre lang begleitet hat, im Falle einer siebten Staffel nicht weiter fortgeführt wird. So wurden alle Geschichten am Ende von Staffel 6 abgeschlossen und wir mussten von vielen Figuren Abschied nehmen. Aus diesem Grund kann man nun mit dem Beginn von Staffel 7 von "Once Upon a Time 2.0" sprechen. Die neue Staffel soll einen kompletten Neustart darstellen, wobei die Entscheidung wohl aus quotentechnischen Gründen getroffen wurde. In meiner letzten Review hatte ich bereits Zweifel geäußert, ob nicht ein Serienende nach Staffel 6 die bessere Entscheidung gewesen wäre. Und meine Zweifel waren nicht ganz unbegründet.

Ein neues Abenteuer beginnt:

Bevor wir erste Einblicke in die neuen Welten erhielten, spielte sich die erste Szene im altbekannten Storybrooke ab. Henry, der nun die High School beendet hat, beschließt anstatt aufs College zu gehen, seine eigene Geschichte zu finden und dafür Storybrooke zu verlassen. Ausschlaggebend waren die neuen Märchenbücher mit den neuen Geschichten, die er im Haus des Merlin gefunden hat. Dies fand ich eine gelungene Erklärung, zumal wir bereits in Staffel 4 die etlichen Märchenbücher dort im Haus gesehen haben, die zu diesem Zeitpunkt aber noch alle unbeschrieben waren. Obwohl die Szene nett gemacht war, wirkte Henrys Aufbrechen ziemlich überstürzt. So hätte ich es schöner gefunden, wenn auch Emma in dieser Szene zu sehen gewesen wäre. Scheinbar durfte sich Henry auch das alte Motorrad von August ausleihen, auf dem er nun als Autor seine Abenteuer bestreitet.

Märchenwald 2.0

Nachdem zu Beginn der Serie stets das Märchen von Snow White im Fokus stand, wird der Fokus nun auf ein neues Märchen gelegt: "Cinderella". Diese wird von Neuzugang Dania Ramirez gespielt, woran ich mich echt noch gewöhnen muss, da ich diese immer noch als Hausmädchen Rosie aus "Devious Maids" vor Augen hab. Bereits in dieser Folge werden wir Zeuge von der ersten Begegnung zwischen Henry und Cinderella. Diese lief nicht weniger gewalttätig ab, als das Kennenlernen von Snow und Charming in Staffel 1. Als Henry dieser erklärte, wie man ein Motorrad fährt, war es für mich nur eine Frage der Zeit, bis diese sich das Motorrad schnappt und davon braust. Trotz der Vorhersehbarkeit dieser Entwicklung war die motorradfahrende Cinderella in ihrem Prinzessinnenkleid ein ganz besonderer Anblick. Auch wird in dieser Folge der wohl wichtigste Handlungsstrang des Märchens aufgegriffen. Der Ball des Prinzen. Doch anstatt seine Liebe zu gewinnen, verfolgt Cinderella ganz andere Pläne. Da sie ihn für den Tod ihrer Familie verantwortlich macht, will sie diesen umbringen, was für mich echt überraschend kam. Wie so oft ist es in der Märchenserie nicht so wie es zunächst scheint. Deshalb vermute ich, dass man im Kreise der Verdächtigen eher Cinderellas böse Stiefmutter in Betracht ziehen sollte, die gleich beweist, dass sie auch nicht vor Mord zurückschreckt: Lady Tremaine

Diese wird nun von Gabrielle Anwar gespielt und ist um einiges bedrohlicher als die Version aus Staffel 6. Lady Tremaine hat zu Beginn der Flashbacks Cinderellas gute Fee gefangen genommen und ihr den Zauberstab abgenommen, was ich ein wenig merkwürdig empfand. Denn vermutlich nachdem die Fee Cinderella ihr Ballkleid geschenkt hat, ist diese nicht gleich verschwunden nachdem sie ihre gute Tat vollbracht hat, sondern macht erstmal entspannt ein Nickerchen im Hause Tremaine. Sicher doch. Um zu demonstrieren wie bedrohlich Lady Tremaine ist, hat diese der Fee im Schlaf zunächst die Flügel abgeschnitten, wobei der Film "Maleficent - Die dunkle Fee" sicherlich die Inspiration der Autoren für diese Idee war. Ich musste auch ein wenig schmunzeln, als Lady Tremaine die Fee letztendlich mit einem " Bibbidi Bobbidi Boo" pulverisiert hat. Scheinbar ist dies das Schicksal von Cinderellas guten Feen, denn genauso ist es der Fee aus Staffel 1 ergangen.

Obwohl Lady Tremaine im Originalmärchen zwei Töchter hat, bekommen wir im Staffelauftakt nur Drizella zu sehen, die nun von "Reign"-Star Adelaide Kane gespielt wird, was auf den ersten Blick eine tolle Besetzung ist. Ob wir die andere Tochter, die im Disneyfilm Anastasia heißt, auch noch sehen werden, ist ungewiss. Jedoch hoffe ich stark darauf. Perfekt wäre es natürlich, wenn die Autoren den Bogen zurück zum Wonderland Spin-Off schlagen und Emma Rigby für einen Gastauftritt zurückholen würden. Denn so würde zumindest eine der offenen Fragen geklärt werden können.

Zurück auf dem königlichen Ball befindet sich auch Henry Mills unter den Gästen. Vor allem die Tanzszene zwischen ihm und Cinderella war schön anzusehen. Mir gefällt auch die Chemie zwischen den beiden Figuren und ich bin gespannt, wie sich ihre Liebesgeschichte entwickeln wird. Nachdem die Stiefmutter den Prinzen ermordet hat, schiebt sie Cinderella die Schuld zu. Genau wie Snow ist Cinderella sehr schlagfertig und kann sich mühelos gegen die Wachen des Königs verteidigen, woraufhin ihr mit Henrys Hilfe die Flucht gelingt. Da der Prinz nun tot ist, bleibt uns wohl eine Dreiecksbeziehung wie bei Snow, Charming und Prinzessin Abigail erspart, worüber ich mehr als dankbar wäre.

Neben den Figuren aus dem Cinderella Märchen machen wir nun ebenfalls die Bekanntschaft mit zwei weiteren berühmten Märchenfiguren. Während Prinzessin Tiana, aus dem Film "Küss den Frosch" noch etwas blass blieb und wir nur von ihr wissen, dass sie nicht so viel von Froschschenkeln hält, konnte mich vor allem Alice überzeugen. Auch Alice war bereits im Wonderland Spin-Off zu sehen, wo sie die Hauptrolle innehatte. Nun übernimmt Rose Reynolds die Rolle und ist aus meiner Sicht die passendere Besetzung als Sophie Lowe. Obwohl es ein wenig unrealistisch war, wie Alice Henry vom Ballsaal in die Höhle geschafft hat, war ihr Auftritt doch wirkungsvoll. Wie sich nun herausstellt arbeitet diese für Rumpelstilzchen, was eine spannende Ausgangssituation beinhaltet. Momentan sieht es so aus, als wäre diese eine von seinen Handlangern, die seine Aufgaben ausführen ohne diese zu hinterfragen. Aus diesem Grund bin ich sehr auf ihre Hintergrundgeschichte gespannt. Alice warnt Henry sich nicht in die Geschichte einzumischen, da es nicht seine eigene ist und ansonsten schlimme Dinge passieren würden. Wie diese schlimmen Dinge aussehen werden und ob damit sogar der neue Fluch gemeint ist, bleibt abzuwarten.

Hyperion Heights:

Auf Wiedersehen Storybrooke, nächster Halt Seattle. Obwohl die Autoren die Neuausrichtung der Geschichte in eine andere Stadt verlagert haben, ändert dies nichts an der bisherigen Ausgangssituation. Alle Märchenfiguren leben nun ohne Erinnerung an ihr früheres Leben in Seattle und somit in einer Stadt ohne Magie. Somit haben wir ganz salopp gesagt Storybrooke als Großstadt vorliegen. Nun stellt sich die Frage, wer den Fluch tatsächlich ausgesprochen hat und was die Motive dahinter sind. Während wir dies in Staffel 1 bereits seit der ersten Folge wussten, lassen uns die Autoren dieses Mal noch im Dunkeln tappen. Natürlich vermutet man als erstes, dass es Lady Tremaine war. Doch vielleicht überraschen uns die Autoren dieses Mal und entlarven eine Person, von der wir es nie vermutet hätten.

Auch Henry wird von seiner Tochter gezwungenermaßen in die verfluchte Stadt bzw. den verfluchten Stadtteil Hyperion Heights geführt, da diese ihm seinen Laptop gestohlen hat. Auch die Beziehung zwischen Henry und Lucy erinnert stark an die damalige Beziehung zwischen Emma und Henry. Genau wie damals gibt es ein Kind, das von der Existenz eines Fluches überzeugt ist und den ungläubigen Elternteil. Zu Henry muss ich allerdings noch anmerken, dass mir Andrew J. West in der Rolle deutlich sympathischer ist als Jared S. Gilmore. So haben die Produzenten bei der Casting Entscheidung wieder mal die richtige Entscheidung getroffen, da sich die beiden sehr ähnlich sehen.

In der neuen Stadt gibt es auch ein Wiedersehen mit Regina, Hook und Mr. Gold, die an diesem Ort als Roni, Officer Rogers und Weaver bekannt sind. Roni ist auch die erste von ihnen, die wir in der neuen Stadt zu sehen bekommen. An sich gefällt mir ihr erster Auftritt sehr gut. Roni ist Barbesitzerin und um einiges lockerer drauf als Regina, was schön an ihrem lässigen Outfit betont wird. Zudem wird deutlich, dass sie als Barbesitzerin vollkommen in ihrem Beruf aufgeht. Was ich sehr spannend finde ist, dass Regina nun das erste Mal ein verfluchtes Alter-Ego hat, da sie es das erste Mal selbst diejenige war, die den Fluch ausgesprochen hat. Durch die verlorenen Erinnerungen erkennt sie ihren eigenen Sohn nicht, als dieser ihre Bar betritt. Doch man merkt, dass die Beiden trotz der Umstände eine besondere Beziehung zueinander haben und ich glaube, dass Roni eine wichtige Stütze für Henry im Verlauf der Staffel darstellen wird.

Während Hook einst die Meere als Pirat unsicher gemacht hat, arbeitet sein verfluchtes Ego als Officer Rogers bei der Polizei. Auch er begegnet Henry bereits im Staffelauftakt, als dieser das Polizeirevier aufsucht, weil sein Auto verschwunden ist. Mir hat die Kombination aus Henry und Hook echt gut gefallen und es wäre wünschenswert, wenn die beiden sich gut miteinander anfreunden würden. Denn bis der Fluch gebrochen wird es wohl noch eine längere Zeit dauern. Im Laufe der Ereignisse bekommt Rogers das Märchenbuch in die Hände, wo er ein Bild von Emma findet. Ich glaube nicht, dass er durch Emmas Foto seine Erinnerungen an sie zurückerlangt. Dennoch konnte man ihm ansehen, dass sie ihm zumindest sehr bekannt vorkam und ich bin gespannt, wie sich das Ganze weiter entwickeln wird.

Zu guter Letzt bleibt noch Weaver alias Mr. Gold übrig. Obwohl wir noch nicht viel von ihm gesehen haben, bleibt er ein genauso zwielichtiger Charakter wie einst Mr. Gold war. Und lustigerweise hat auch dieser keinen Vornamen. Allerdings scheint Weaver eine einflussreiche Person zu sein, der auch in Seattle weiterhin mit Alice, die hier als Tilly bekannt ist, zusammenarbeitet. Zudem bahnt sich eine weitere Zusammenarbeit an, da Weaver nun als Detective der Partner von Officer Rogers wird, was echt eine gelungene Aktion der Autoren ist. Obwohl sich die beiden Männer jahrhundertelang zutiefst gehasst haben, werden sie nun unter falschen Erinnerungen zusammenarbeiten. Ich bin gespannt wie diese Zusammenarbeit laufen wird und wie sich die beiden verfluchten Persönlichkeiten verstehen werden.

Cinderella, die in der Stadt als Jacinda bekannt ist, arbeitet überraschenderweise in einem Imbiss. Obwohl sie zu Beginn der Folge ihren Job kündigt, bekommt sie diesen am Ende ohne große Mühe zurück, was ich auch als etwas komisch empfand. Jacinda wohnt mit ihrer Tochter Lucy und mit Sabine, dem Counterpart von Prinzessin Tiana, zusammen. Obwohl wir von der Freundschaft der Frauen noch nicht viel gesehen haben, kommt es mir jetzt bereits so vor, als würde damit indirekt die Freundschaft von Snow und Red erneut aufgegriffen werden. Die Szenen zwischen Henry und Jacinda haben mir dagegen gut gefallen und ich freu mich darauf, wie sich ihre Beziehung zueinander entwickelt, da sie ein schönes Paar darstellen.

Die Antagonistin dieser Staffel ist der Counterpart von Lady Tremaine und heißt in Seattle Victoria Belfrey. Diese ist der CEO der Belfrey Towers und sorgt schon mal für Ärger indem sie die ganze Stadt aufkauft. Obwohl dies eigentlich eine schöne Idee ist, ist Victoria Belfrey momentan einer der größeren Störfaktoren für mich. Obwohl wir noch nicht so viel von ihr gesehen haben, kommt mir ihre Rolle auf den ersten Eindruck sehr unauthentisch vor. Das liegt daran, dass bei ihr das Gefühl habe, einen billigen Abklatsch von Regina vor mir zu haben. Genau wie Regina in Staffel 1 ist auch Victoria Belfrey eine knallharte Geschäftsfrau, die in der Stadt gefürchtet wird. Außerdem erinnert mich ihr Stil total an den der Bürgermeisterin Storybrookes. Wenn man die Situationen von Regina aus Staffel 1 mit der von Victoria Belfrey in Staffel 7 vergleicht, gibt es noch weitere Gemeinsamkeiten. Während damals die Stiefmutter für reichlich Ärger sorgte, ist es nun die Stiefoma. Außerdem wird es wohl wieder einen "Sorgerechtsstreit" geben, dieses Mal um Lucy statt um Henry, bei wem das Kind besser aufgehoben ist. An sich wären das alles interessante Handlungsstränge, wenn wir sie nicht ein paar Staffeln schon vorher gesehen haben.

Gut gefallen hat mir dagegen die Einführung von Ivy, dem Counterpart von Drizella, die ebenfalls in den Belfrey Towers arbeitet. Genau wie Alice/ Tilly gehört sie für mich momentan zu den interessantesten neuen Figuren.

Nun möchte ich noch kurz auf die Charaktere eingehen, die wir beim Ende der letzten Staffel verloren haben. Während ich immer noch der Ansicht bin, dass es die richtige Entscheidung war, die Geschichte rund um Snow und David, die zum Ende hin immer blasser wurden, zu beenden und ich auch den Verlust von Belle und Zelena ganz gut verschmerzen kann, wird deutlich, dass die Serie ohne Emma Swan nicht mehr richtig funktioniert. Ich denke auch, dass die Gesamthandlung viel mehr Potential gehabt hätte, wenn Emma noch weiterhin in der Serie zu sehen gewesen wäre und auch sie nun in Seattle gelebt hätte. Noch wissen wir nicht, was genau mit ihr passiert ist, aber ich gehe davon aus, dass wir bald eine Antwort auf die Frage erhalten werden. Trotzdem wird es für mich sehr schwer werden, mich an "Once Upon a Time" ohne Emma Swan zu gewöhnen.

The Legend of Good VS. Evil reborn:

Nachdem ich mir die Staffelpremiere angeguckt hab, wusste ich nicht richtig was ich von ihr halten sollte. Natürlich gibt es bereits jetzt sehr interessante Ansätze und ich bin sehr auf die Hintergrundgeschichten einiger Charaktere gespannt. Obwohl die Autoren uns einen Neustart versprochen haben und ich mir viele spannende, neue Handlungsstränge erhofft habe, scheint die Serie nun wieder einen Weg einzuschlagen, indem das Altbekannte wieder aufgegriffen und neu umgesetzt wird. Gerade jetzt, wo es einen kompletten Neustart mit neuen Figuren, einer neuen Stadt und einem (noch) neuen Fluch gab, hätten die Autoren mehr Einfallsreichtum zeigen können. Frei nach dem Motto "wenn nicht jetzt, wann dann" haben die Verantwortlichen nicht viel zu verlieren gehabt. Die bisherige komplexe Haupthandlung ist abgeschlossen worden und so hätte man mit neuen Ideen und einer neuen Geschichte ein erfolgreiches, neues Kapitel aufschlagen können. Leider gibt's bereits jetzt viel Wiederholung und man merkt, dass vor allem Emma Swan an allen Ecken fehlt. So wird sich zeigen, ob der Neustart der Serie eine gute Idee war, denn noch bin ich nicht davon überzeugt.

Marcel F. - myFanbase


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