Downeys neuer Film sorgt für Ärger

Der neue Film des ehemaligen "Ally-McBeal"-Darstellers Robert Downey Jr. sorgt kurz vor dem US-Kinostart für reichlich Ärger. Der Film "Tropic Thunder", der am 18.09.2008 auch in unseren Kinos starten wird, hat sich einige Behindertenrechtsgruppen zum Feind gemacht.

Grund dafür ist Ben Stillers Charakter Tugg Speedman, ein Schauspieler, der selbst nicht gerade zu den Schlausten gehört. Speedmann war berühmt geworden mit einem Film, in dem er einen geistig behinderten jungen Mann spielt. Ausschnitte und Trailer dieses fiktiven Films werden in "Tropic Thunder" immer wieder gezeigt. Schon nach einigen vorab gezeigten Trailern und auf der zur Promotion eingerichteten Homepage des fiktiven Films "Simple Jack" waren für die Behindertenrechtsgruppen anstoßende Dinge zu finden. Aus diesem Grunde wurde die Homepage geschlossen. DreamWorks und auch der Regisseur und Co-Writer sowie Hauptdarsteller Ben Stiller haben sich zwischenzeitlich schon zu Wort gemeldet und betont, dass es in dem Film, der zudem auch noch die Filmindustrie kräftig auf den Arm nimmt, nicht um die Behinderung, sondern vielmehr um den Charakter dahinter gehe.

Schon als das erste Promotionbild aufgetaucht ist, gab es in den USA erhebliche Kritiken an dem Film. Diesmal war Downey Jr. selber der Grund dafür. Denn in "Tropic Thunder" spielt er den australischen Schauspieler Kirk Lazarus, der sich für einen Film in einen Schwarzen umoperieren lässt. Vor allem die afroamerikanische Bevölkerung fühlte sich davon beleidigt und wollte gegen den Film angehen.

Das alles wird dem Film jedoch weniger schaden als helfen, denn auch schlechte Publicity ist Publicity.

Quelle: New York Times



Eva Klose - myFanbase
13.08.2008 22:15

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