Bewertung: 5

Review: #3.19 Alles muss raus

Foto: Alyson Hannigan, How I Met Your Mother - Copyright: 2008 CBS Broadcasting Inc. All Rights Reserved.; Cliff Lipson/CBS
Alyson Hannigan, How I Met Your Mother
© 2008 CBS Broadcasting Inc. All Rights Reserved.; Cliff Lipson/CBS

Das Staffelfinale der dritten Staffel steht unmittelbar bevor und wie es so häufig der Fall ist, ist die Folge vor diesem Finale etwas lahm. So passierte in dieser Folge eigentlich so gut wie gar nichts und die komödiantischen Aspekte waren auch schonmal unterhaltsamer.

"You made a website?" "Yeah, it's called 'Lily-and-Marshall-sell- their-stuff-dot-com.'" "No, you know what would be a better name for the site? Guy-forces-his-wife-to-dress-in-a-garbage-bag-for-the-next- three-years-dot-com. Oh...That's real."

Weil das Reparieren des schiefen Bodens im neuen Appartement noch teuer ist als gedacht, müssen Lily und Marshall überlegen, wie sie zusätzliches Geld auftreiben, um dies zu finanzieren. Weil Lily ihre Designerklamotten ungern verkaufen möchte, versucht sie es stattdessen mit ihren Bildern. Genau wie Marshall hat man Lilys Kunst bisher wahrscheinlich nicht ganz so ernst genommen, besonders nach ihrem Tief in San Francisco und so zweifelte man auch daran, dass sie hier Erfolg haben würde. Doch mir gefiel es gut, dass Lily versuchte, sich als Künstlerin durchzusetzen und ich gönnte es ihr sehr, als ihr Bild verkauft wurde. Umso erschütternder war es dann natürlich zu erfahren, dass das klischeehafte schwule Pärchen das Bild nur wegen des Rahmens ersteigerte und nicht wegen ihrer Kunst. Arme Lily. Sie sollte wohl doch besser bei ihrer Arbeit als Kindergärtnerin bleiben. Denn das Ende dieser Folge kann man meiner Meinung nach wirklich nicht ernst nehmen. Es stellt sich heraus, dass Lilys Kunst offenbar beruhigend auf Hunde wirkt und Marshall ermutigt sie nun, ihre Kunst an Tierarztpraxen zu verkaufen. Diese Wendung war zwar durchaus originell, konnte mich aber überhaupt nicht amüsieren und wirkte viel zu konstruiert. Trotzdem gab es im Rahmen dieser Handlung einige lustige Aspekte wie z.B. Lilys Versuch, ihre Bilder auf der Straße neben Heroinsüchtigen zu verkaufen oder die Tatsache, dass ich als "O.C., California"-Fan mich gefreut hab, ein Teil des schwulen Pärchens wiederzuerkennen. Wenn schon klischeehaftes schwules Pärchen, dann wenigstens eines, das man (zumindest teilweise) schon kennt.

"Why are you trying to ruin my life" "Well, you slept with me and then you never called me again." "That's it? As far as I'm concerned, if I leave you safe on dry land with adequate transportation home, you've got nothing to complain about."

Die Handlung rund um Barney fing in dieser Woche durchaus vielversprechend an, driftete dann aber auch absolut ins Alberne ab und konnte dann nicht mehr so richtig überzeugen.

Erst einmal freute man sich natürlich sehr, zu erfahren, bei wem es sich um Barneys Stalkerin handelte. Nämlich um Abby, besser bekannt als Britney Spears, die wir als naive Sprechstundenhilfe von Stella kennen. Es war rückblickend herrlich zu sehen, wie die Freunde sich damals Mühe gaben, zu überlegen, welche abgefahrene und gemeine Aufrisstechnik eine Frau dazu gebracht hatte, an Barney Rache üben zu wollen, nur damit sich dann herausstellt, dass die Geschädigte "nur" einmal vernascht und nie wieder angerufen wurde. Schön, dass angesichts Barneys Morallosigkeit zumindest mal am Rande bemerkt wird, dass eigentlich schon so etwas ein wenig taktlos und unerzogen ist, von den abartigen, sonst so angewandten Techniken von Barney mal ganz zu schweigen.

Soweit, so gut. Man hätte es ja dabei belassen können. Aber nein, man musste Barney und Abby unbedingt gemeinsam über Ted herziehen und sich einen Plan einfallen lassen, um ihm wehzutun. Ab diesem Zeitpunkt wurde das Ganze einfach nur bescheuert und richtig lachen musste ich nur noch einmal, als Abby Barneys falschen Heiratsantrag doch tatsächlich ernst nahm. Ansonsten war das Ganze einfach zu viel des Guten und abgesehen davon war absolut unklar, was die beiden damit bei Ted genau bewirken wollten. Für jemanden wie Barney, der doch ansonsten so logisch durchdachte und zielführende Pläne schmiedet, war diese Farce wirklich schwach. Aus Teds und Barneys Streit könnte man meiner Ansicht nach viel mehr machen, dieses Potential wird momentan überhaupt nicht ausgeschöpft.

"I totally pull them off! It's a classic Western look." "Oh, okay, uh, today's category: classic Westerns that involve red cowboy boots."

Am Lustigsten waren in dieser Folge eigentlich die kleinen Nebenhandlungen, die beiläufig abliefen und im Gegensatz zu den Haupthandlungen wirklich zu unterhalten wussten. So war Robins Begeisterung für Lilys Klamotten einfach nur zum Schreien komisch und Ted schoss dann mit seinen roten Cowboystiefeln natürlich den Vogel ab. Und auch insgesamt gefielen mir die Interaktionen zwischen den beiden sehr gut, da die Art und Weise, wie sie sich gegenseitig anzicken, einfach nur unglaublich unterhaltsam ist. Mir gefallen die beiden als Freunde wirklich gut und ich finde, so ist eine viel stärkere Chemie zu spüren als als Paar.

Fazit

Viel passierte in dieser Folge nicht und auch gelacht hat man schon einmal mehr. So kurz vor dem Finale hielt sich die Qualität in Grenzen und ich hoffe, dass wir in der nächsten Folge noch einen würdigen Abschluss dieser unterm Strich sehr unterhaltsamen Staffel erleben werden.

Klara G. - myFanbase


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