Bewertung: 8

Review: #3.17 Die Ziege

In dieser Woche dreht sich alles um die Folgen von Barneys und Robins One-Night-Stand aus der letzten Woche. Dabei geht es zunächst sehr humorvoll zu, bis das Ganze in einem traurigen Schluss mündet, der aber großes Potential für die letzten Folgen der Staffel bietet.

"That week started just like any other. Barney woke up in some girls bed."

In der letzten Woche erreichte die Chemie zwischen Robin und Barney, die spätestens seit Mitte der ersten Staffel deutlich erkennbar war, ihren vorläufigen Höhepunkt und die beiden landeten miteinander im Bett. Am Anfang dieser Folge wissen sie zunächst überhaupt nicht, wie sie sich verhalten sollen und das führt zu einigen unfassbar lustigen Szenen. So musste ich schon beim High Five von Barney laut auflachen und diese Unterhaltung ging natürlich mit der Konfrontation mit Ted, der von der ganzen Sache nichts erfahren sollte, großartig weiter. Es war herrlich zu sehen, wie es Barney viel schwerer fällt als Robin, cool zu bleiben und das Ganze hinter sich zu lassen. Aus gutem Grund, wie sich später herausstellen sollte…

"I've just been losing my mind lately, and do you know why I feel so bad? "Yeah, because you slept with Robin." "No, that was awesome. I feel bad because the Bro Code clearly states 'No sex with your bro's ex'. But if you, my lawyer, can find a loophole somewhere, then that bad feeling will go bye-bye."

Um sein schlechtes Gewissen zu beruhigen, versucht Barney zunächst, Marshall als seinen Anwalt eine Lücke im viel angepreisten "Bro Code" finden zu lassen, dessen Kodex er durch den Sex mit Robin gebrochen hat. Wir hatten bisher schon viel von diesem Buch gehört und in dieser Folge erfahren wir, dass Barney sich doch tatsächlich die Mühe gemacht hat, seine 10 Gebote in einem Buch zu verschriftlichen. Das dürfte uns eigentlich nicht wundern, es passt zu seinem Charakter. Im Rahmen der Enthüllung des Bro-Codes hat es großen Spaß gemacht, die Flashbacks anzusehen, die allesamt lustig waren und deren Höhepunkt natürlich die Fake-Geschichtsstunde über die angebliche Entstehung des Bro-Code war. Ganz großes Kino!

Jedenfalls liegt es nun an Marshall, ihm einen Weg aus dem moralischen Gefängnis zu besorgen. Es ist immer unglaublich lustig, wenn Barney und Marshall zusammen zu sehen sind, der Spaßfaktor ist hier vorprogrammiert. So konnte hier nicht nur der eigentliche Handlungsstrang überzeugen, sondern auch kleine Nebendetails wie Barneys Kaufwahn aus Verzweiflung oder solche Running-Gags wie sein Schredder oder die Hot-Dogs. So etwas kann häufig wegen Albernheit in die Hose gehen, hier hat es allerdings gut funktioniert und einen zum Lachen gebracht.

Auch war es natürlich ein süßer Touch zu sehen, was für ein perfekter "Bro" Ted immer gewesen ist und wie er brav alle Regeln des Bro-Code befolgt hat, ob das treuherzige Bestätigen Barneys verquerster Lügengeschichten oder das Beschaffen von Kondomen oder wahlweise auch Weinflaschen – Ted ist eben ein wahrer Freund. Genau deshalb tut Barney sein Verhalten auch so Leid und man merkt ihm wirklich an, wie groß sein schlechtes Gewissen ist und wie sehr ihm Ted am Herzen liegt. Und gerade weil ihm Ted so am Herzen liegt, kann man sich kaum vorstellen, dass er für "nur" einen One-Night-Stand diese Freundschaft aufs Spiel setzen würde. Da muss einfach mehr dahinter stecken.

"You know, Barney, earlier this week I started putting things in a box and that box was labeled "stuff I have no use for anymore". "What does that mean?" "It means maybe you belong in that box."

Doch zunächst führt seine Handlung tatsächlich dazu, dass seine Freundschaft zu Ted aufs Spiel gesetzt wird. Denn nachdem Robin es nicht mehr länger ausgehalten und Ted alles gebeichtet hat, verzeiht er ihr zwar sofort, ist aber stinksauer auf Barney. Tja, was man davon halten soll, ist natürlich die Frage. Einerseits wissen wir, dass Robin sich ja im Bezug auf Ted so gut wie alles erlauben kann, andererseits hat er wahrscheinlich objektiv gesehen auch mehr Grund, auf Barney wütend zu sein als auf sie. Schließlich hat er Robin über alles geliebt und Barney wusste, was sie ihm bedeutete. Andererseits weiß Robin das genauso, und er ist jetzt ja so unglaublich glücklich mit Stella – was sehr häufig betont wird, wir allerdings nicht ganz so häufig zu sehen bekommen - , weshalb ich jetzt mal rein logisch eigentlich sagen würde, er sollte entweder auf beide oder auf keinen von beiden wütend sein. Doch mit Logik kommt man natürlich bei Gefühlsdingen nicht so weit und Barney hat Ted offenbar sehr verletzt. Eben weil er immer dachte, bei ihm würde selbst der oft so rücksichtslose Barney seine Grenze ziehen. So kündigt er ihm kurzerhand die Freundschaft, während die beiden in der Limousine von Ranjid, über dessen Auftritt man sich jedes Mal freut, weil er so unglaublich witzig ist, sitzen und schließlich ohne Barney zu Teds Überraschungsparty fahren.

Man kann wohl davon ausgehen, dass diese Freundschaftspause nicht allzu lange anhalten wird, doch fürs erste ist es sicherlich gut und dient nicht nur frischem Wind in der Serie, sondern vielleicht auch dazu, Barney mal genauer über seine Lebensweise nachdenken zu lassen.

Auf der Party selbst sehen wir von Stella zwar nichts, dürften aber stattdessen einer sehr lustigen Unterhaltung zwischen Robin, Marshall und Lily beiwohnen, bei der Lily Robin über den Sex mit Barney ausfragt. Verständlicherweise, kennt man Barney doch bisher als den Womanizer, der mit irgendwelchen dickbusigen Dummchen ins Bett geht, die auf seine manipulierenden Maschen hineinfallen. Und jetzt gehört Robin zumindest rein technisch mit auf diese Liste. Lilys Neugier ist also mehr als nachvollziehbar und außerdem unglaublich unterhaltsam. Außerdem war es süß zu sehen, dass Marshall einfach ungern Geheimnisse vor seiner Frau hat und dementsprechend alles ausgeplaudert hat.

"When did this happen? Oh, wait, the goat was there on my 31st birthday. Sorry, I totally got that wrong."

Nett war natürlich außerdem die Geschichte von der Ziege, die Ted zwar anfängt zu erzählen, von der sich aber herausstellt, dass er sie chronologisch falsch platziert hat. Dabei erfahren wir so ganz nebenbei, dass Robin im nächsten Jahr offensichtlich mit Ted zusammenwohnen wird – interessant, wenn auch hoffentlich kein Anzeichen dafür, dass sich zwischen den beiden wieder etwas anbahnt.

Jedenfalls war es sehr lustig, wie Ted durcheinander gekommen ist, und außerdem eigentlich mehr als überfällig – wenn man Geschichten von vor über zehn Jahren erzählt, ist es schließlich mehr als natürlich, auch mal etwas durcheinander zu bringen.


Fazit

So traurig das Ende dieser Folge auch war, ich bin überzeugt, dass die Autoren aus dem – sicherlich vorübergehenden – Bruch zwischen Ted und Barney gute Handlungsstränge und lustige Szenen hervorbringen werden. Deshalb finde ich diese Wendung eigentlich ganz gut. Außerdem war besonders der Anfang der Folge, in der Barney und Robin versuchen, ihren "Fehltritt" zu vergessen, unglaublich lustig und man ist sehr gespannt, wie es mit den beiden – und Ted natürlich – weitergeht.

Klara G. - myFanbase


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