Bewertung: 8

Review: #2.16 Nur Theater

In dieser Folge steht die Beziehung zwischen Ted und Robin, die in den letzten Folgen eher auf angenehme Art und Weise vor sich hin lief, wieder einmal im Vordergrund. Nach einem großen Konflikt fällen die beiden am Ende der Folge eine weitreichende Entscheidung.

"By the time you’re in your late 20s, you’ve dated a few people. But when you’re in a relationship, it’s common courtesy to pretend that you haven’t.

Zunächst wird jedoch eine Problematik thematisiert, die, wie so oft bei How I Met Your Mother, vollkommen wie aus dem Leben gegriffen wirkt und in die sich sicher jeder hineinversetzen kann: Gehört man nicht zu den Paaren, die wie Lily und Marshall schon immer die Einzigen füreinander waren, gibt es eben in jeder Beziehung auf beiden Seiten auch eine Vergangenheit. Was aus – wie Ted es formuliert – Höflichkeit möglichst selten erwähnt wird. Dies ist aber eben nicht immer möglich und so entstehen dann solche lustigen Missverständnisse, wenn bei Erinnerungen bei einem romantischen Moment mal eben der Partner an der Seite verwechselt wird oder eben die Herkunft längst als selbstverständlich angesehener Gegenstände hinterfragt wird. Den Streit rund um die Geschenke früherer Lebenspartner kann ich durchaus nachvollziehen, vor allem, da eben beide Seiten so verständlich sind. Sollte man tatsächlich alles loswerden, und wenn nicht, ist es dann eine größere Schande, Dinge zu behalten, an denen noch ein emotionaler Wert hängt oder solche, die man mangels emotionalen Wertes nun wirklich entsorgen könnte?

Ted und Robin einigen sich zunächst nach der Abstimmung der Clique darauf, dass Ted all die Geschenke von Exfreundinnen entsorgen muss. Soweit, so gut. Doch dann stellt sich heraus, dass Robins fünf (!) Hunde auch alle aus Robins früheren Beziehungen entspringen. Jetzt ist das Dilemma natürlich perfekt. Denn obwohl die Clique zunächst ganz deutlich erklärt, Robin dürfe ihre Hund behalten, fällt es Ted mit der Zeit immer schwerer, die Herkunft der Hunde auszublenden. Dieser Konflikt wurde herrlich komisch dargestellt, denn man sah als Zuschauer auch immer, wie Ted bzw. Robin die Gegenstände bzw. Hunde betrachteten und es war natürlich unglaublich witzig zu sehen, wie Robin "ihren Exfreunden" Bälle hinwirft oder sie beim Sex mit Gassigeh-Aufforderungen stören.

Überraschenderweise ringt sich Robin tatsächlich dazu durch, die Hunde zur ihrer Tante zu geben, nur um zu erfahren, dass Ted in der Zwischenzeit aus Trotz die Geschenke seiner Exfreundinnen wieder fein säuberlich in der Wohnung platziert hat. Dumm gelaufen. Der darauf folgende Streit führt überraschend dazu, dass Ted und Robin sich dazu entschließen, zusammen zu ziehen. Ob das gut gehen kann, fragt man sich wirklich, wir werden es wahrscheinlich bald erfahren.

"Guys, we need you to decide somthing for us"

Es war übrigens wirklich nett, wie Ted und Robin die Clique so in ihre Entscheidungen einbezogen haben und schön zu sehen, dass dies nicht das erste Mal war, dass hier demokratisch etwas entschieden wird.
Es sind solche kleinen Momente, die HIMYM zu so etwas Besonderem machen und gleichzeitig unglaublich witzige Szenen bieten, denn Marshalls Hose war nun wirklich schrecklich.

Auch ein paar kleine Kanada-Seitenhiebe durften in dieser Folge nicht fehlen. Insgesamt lieferten sowohl der Konflikt rund um Ted und Robin als auch der um das Theaterstück viel Raum für schöne Freundschaftsszenen der ganzen Clique, die immer eine Besonderheit von HIMYM sind.

"Lily, I love you. But we’re too old for this. Asking someone to come see your play is like asking someone for a ride to the airport. Or to crash on your couch. Or to help you move. Call a cab, book a room, hire some movers and repeat after me: Friends don’t let friends come see their crappy play."

Der andere Handlungsstrang beinhaltete eher wenig Handlung, war aber deshalb nicht minder unterhaltsam – im Gegenteil. Da Lily in einem Theaterstück mitspielt, bittet sie die Freunde, sich dies anzuschauen. Barney weigert sich zunächst vehement, weil er der Meinung ist, für solche Höflichkeiten sei man mittlerweile zu alt. Zum Glück lässt er sich dann doch mitschleifen, denn so beginnt eine der witzigsten Sequenzen überhaupt. Erstens ist das Theaterstück von Lily so grauenhaft schlecht, dass es schon fast wieder Spaß macht – spätestens an der Stelle "oh my god, Ted is part of the play!" war es bei mir vorbei. Nachdem Barney diese grausamen drei Stunden durchgestanden hat und Lily ihm erklärt, sie würde dies für ihn im Gegenzug jederzeit tun, fühlt er sich natürlich dazu aufgefordert, ihre gewagte Aussage auf ihre Wahrhaftigkeit zu überprüfen.

Und was wäre da eine bessere Revanche als ein mindestens genauso fürchterliches Theaterstück? Es beginnt mit 40 Minuten mit einzig und allein dem Wort "moist", das Lily so wahnsinnig macht und geht über sinnlose Blockflöteneinlagen bis hin zu bizarren Szenen eines verliebten Roboters – ein Element schrecklicher und gleichzeitig genialer als das vorige, man konnte sich kaum halten vor Lachen. Und als Krönung des Ganzen werden wir am Ende noch Zeuge der zweiten Ohrfeige – toller Abschluss einer tollen Folge!

Fazit

Eine rundum unterhaltsame Folge, die großen Spaß gemacht hat. Ab und zu wurden die Eifersuchtsszenen etwas übertrieben dargestellt und verloren so an Ernsthaftigkeit, das ist aber auch der einzige Kritikpunkt.

Klara G. - myFanbase


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