Bewertung: 8

Review: Verbotene Schätze (2.17)

Die Ereignisse der letzten Episode spielen in dieser Episode natürlich eine wesentliche Rolle und so werden auf er Ebene der Beziehungen wieder starke Momente kreiert. Die Rahmenhandlung der Episode steht dabei nicht so gut dar.

Gefährliche Rückgabe

Die KappaTaus finden so einige Dinge, die sie nun an die wahren Besitzer zurück geben wollen, dabei aber nicht auffallen soll, dass sie es waren. Mehr gibt es dazu fast nicht zu sagen. Diese Handlung bildet den Rahmen der Episode, kann aber sonst nicht wirklich viel bieten. Dass es Evan am Ende der Episode ist, der Cappie und Co davor bewahrt, die Verbindung schließen zu müssen, war eigentlich schon mit dem Beginn der Episode zu erwarten. Immerhin wurde der Konflikt der beiden Verbindungen mal in ein sehr erträgliches Maß gehoben, das also nicht negativ hervorsticht. Da sie außerdem nicht so viel Raum eingenommen hat, ist diese begleitende Rahmenhandlung für den gesamten Rest nicht weiter bedrohlich gewesen und ist einfach nur da. Manchmal ist das auch sehr viel wert.

Freunde oder?

Rusty, Andy und Jordan bilden nach der letzten Episode nun eine noch spannendere Konstellation und der Kuss schwebt wie ein Damoklesschwert über den Dreien. Jordan versucht sich rational richtig zu verhalten, will selbst den richtigen Zeitpunkt finden, wenn sie es Andy gesteht (aber am liebsten für immer totschweigen) und denkt auch nicht im Traum daran, aus dem Kuss mehr als ein Versehen zu machen. Tief in ihrem Inneren würde sie sich bestimmt gerne für Rusty entscheiden, aber dafür ist sie zu aufrichtig und verachtet Mädchen, die ihren Freund betrügen wohl zu sehr, als dass sie in die gleiche Kategorie eingeordnet werden will, selbst wenn es ihr Herz vielleicht will. Dass sie auf Rusty dann sauer ist, kann man gut nachvollziehen. Auch dass sie Rusty quasi die Freundschaft kündigt, ist verständlich, auch wenn ich das Gefühl habe, dass dies nur eine Verzweiflungstat ist, um ihre Gefühle für Rusty zu unterdrücken. Vielleicht ist es auch nur meine Hoffnung, aber Rusty und Jordan geben ein tolles Paar ab und seit Beginn ihres Auftauchens ist Andy für mich nur die Verzögerung einer Liebesgeschichte.

Rusty muss unterdessen seine eigenen Entscheidungen treffen, steht er doch nun zwischen Verräter und großer Brüder in einer fast noch undankbareren Situation, weil er Andy nicht sofort von seinen Gefühlen erzählte. Da Andy ihn wegen Jordans seltsamen Verhalten direkt anspricht, sieht Rusty sich zurecht gezwungen, die Wahrheit zu sagen, will er doch nicht auch noch als Lügner dastehen. Auch wenn Jordan das sehr sauer macht, finde ich nicht, dass Rusty sich falsch verhalten hat. Natürlich ist es auch eine Sache zwischen Jordan und Andy, die dies beiden klären müssen, aber so ein Stück weit darf Rusty auch an sich denken. Immerhin hat er ein besonderes Verhältnis zu Andy und es ist schlimm genug, dass er es auf diese Weise verderben muss. So ist er wenigstens ehrlich. Andy hilft das alles nichts. Er ist natürlich tief betrübt und fühlt sich über hintergangen. Die Konsequenz, die Verbindung zu verlassen, ist heftig, aber als Reaktion durchaus logisch und konsequent. Ich bin tatsächlich auch gespannt, wie es mit Andy und der Verbindung weiter geht, obwohl er mich eigentlich immer nur im Zusammenhang mit Jordan und Rusty interessierte. Rusty selbst hat wieder mal ein schönes Gespräch mit Cappie am Ende, dessen Enttäuschung für Rusty auch noch mal brutal gewesen ist.

Entscheidungen

Nicht ganz so bedeutungsvoll ist die Betrachtung der Beziehung von Ashleigh und Fisher, was nach wie vor daran liegt, dass ich mit Ashleigh als Charakter nichts anfangen kann. Ihre Geheimhaltungsversuche passen zu ihr und es ist wirklich gut gewesen, dass Fisher sich dagegen gewehrt hat und Ashleigh damit zu einer Entwicklung zwingt. Für alle anderen spielt es eh keine Rolle, für Ashleigh ist es aber wirklich eine große Sache, sich offiziell für Fisher zu entscheiden. Da wurde mir der Charakter direkt mal sympathisch. Ich bin selbst überrascht, das zugeben zu müssen.

Trotzdem deutlich interessanter ist derweil die Beziehung von Casey und Max. Aus einem Spaß heraus hält Max Casey seine Aufgabe der Caltech vor. Die Situation zeigt eigentlich, dass Max das nicht wirklich als Problem sieht, aber da er weiß, wie sensibel Casey darauf reagiert, ist es natürlich eine sehr unglückliche Aussage gewesen. Casey versucht daraufhin stark zu sein und bringt Max dazu, sich für Stelle zu bewerben, bei der er einen Monat nach Oxford muss. Caseys Einsatz ist es schließlich auch, der Max dies ermöglicht. Caseys Absicht ist glasklar. Sie will sich selbst von der Last befreien, Max von etwas abgehalten zu haben. Das kann man sehr gut nachvollziehen. Diese Story wird aber dadurch besonders, dass man am Ende merkt, dass Casey selbst mit einem Monat Abwesenheit ein riesiges Problem hat und tief in ihrem Inneren eigentlich sofort wieder Max bitten möchte, nicht zu gehen. Dass das nicht geht, sei es Stolz, Angst oder noch so Einiges mehr, ist nur zu logisch. Wollte Casey eigentlich auch nur ein erneutes Geständnis von Max? Glaubt sie nun, dass Max sie weniger liebt als vor ein paar Monaten, wo er nicht gefahren wäre? Auch dieser Beziehung nehme ich inzwischen jeden Entwicklungsschritt ab. Die Zeichnung ist inzwischen sehr gelungen und jeder Schritt ist nachvollziehbar dargestellt. Leider macht das Ende etwas Sorge, denn für mich wirkt es wie der Anfang vom Ende. Das wäre sehr schade. Wenn man aber weiterhin so nachvollziehbar schreibt, bin ich mit jeder Entwicklungsrichtung einverstanden.

Ach ja! Und dann war da noch das Outing von Rebecca. Inzwischen muss ja fast jede Teenieserie einen Charakter haben, der sich für das geliche Geschlecht interessiert. So ganz überzeugt bin ich hier noch nicht. Ich glaube, dass es nur ein Phase von Rebecca ist (hat man auch schon oft gesehen), kann mir aber vorstellen, dass es recht amüsieren werden könnte. Also mal schauen, was die Autoren hier noch vorhaben.

Fazit

Auch diese Episode stellt die Beziehungen und die zugehörigen Konflikte sehr ordentlich und nachvollziehbar dar. Derzeit haben die Autoren ein ganz gutes Gefühl für das Storytelling gefunden, zumal sie die überzogenen Verbindungskämpfe mal außen vor lassen. Da macht es gleich viel mehr Spaß, die Serie zu schauen.

Emil Groth – myFanbase


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