Bewertung: 5

Review: #5.08 Previously Unaired Christmas

Foto: Naya Rivera, Chris Colfer & Lea Michele, Glee - Copyright: 2013 Fox Broadcasting Co.; Adam Rose/FOX
Naya Rivera, Chris Colfer & Lea Michele, Glee
© 2013 Fox Broadcasting Co.; Adam Rose/FOX

Was macht man, wenn man eine Themenfolge umsetzen will, aber die Ideen dazu nicht wirklich in die Handlung der Staffel passen? Genau, man nennt die Episode einfach "Previously Unaired Christmas Episode" und entledigt sich somit aller inhaltlichen Zwänge. Das ist zwar etwas seltsam und definitiv ungewöhnlich, aber für Weihnachten akzeptiere ich das.

"Are there any other late auditions for the Virgin Mary?"

Die klassische Weihnachtsgeschichte soll aufgeführt werden und die wichtigste Frage ist natürlich, wer die Jungfrau Maria mimen soll. Marley ist natürlich äußerst geeignet, weil sie das Image sowieso hat. Unique wäre eine sehr kontrovers zu diskutierende Lösung, die allerdings sehr gut zu "Glee" gepasst hätte. Allerdings waren die Auftritte und die Proben schon sehr weit oben auf der Fremdschämskala. Die Performances hatten etwas, aber eigentlich war mein Gesichtsausdruck auch eher der von Kitty, die zurecht angewidert war von der Darstellung und somit ziemlich offensichtlich dazu getrieben wurde, selbst die Rolle zu übernehmen. Diese hat ihr dann doch ziemlich gut gestanden und man hat ein Gefühl dafür bekommen, welch ein sympathischer Charakter Kitty ist. Man hatte sich im Laufe des letzten Jahres schon gefragt, wann aus der Quinn Fabray-Kopie eigentlich dieser mitfühlende und Artie liebende Charakter geworden ist. Diese Episode hat da ein klein wenig mehr Aufschluss gegeben. Ich hatte zu Beginn von Staffel 4 viele Vorbehalte gegen Kitty, doch inzwischen gehört sie zu meinen liebsten Charakteren.

"Green is good."

Ein weiterer Teil der weihnachtlichen Stimmung an der McKinleigh High wurde durch den außergewöhnlichen Tannenbaumschmückwettbewerb initiiert, der Tina ein bisschen zu sehr motiviert hatte, dem Glee-Club aber eine schöne Aufgabe gab, die mit Bravour bestanden wurde, sodass sogar Sue Sylvester beeindruckt war. Ich muss aber auch zugeben, dass ich Beckys Idee auch ziemlich gelungen fand und die ganze Zeit gehofft hatte, dass sie vielleicht eine Art Sonderpreis bekommt. So übernimmt der Glee-Club wieder die Empathiefähigkeit und bezieht Becky in die Weihnachtsgeschichte mit ein. Ich freue mich immer wieder über die Storylines, in denen Becky etwas mehr zu tun bekommt als Sues Komplizin zu sein, weil man sie so noch mehr als eigenständige Person wahrnimmt.

"What are you guys saying? Maybe dinner? At your place?"

In New York wollen sich Kurt, Rachel und Santana ein paar Dollar dazu verdienen und heuern als Wichtel in einem Kaufhaus an. Eigentlich sollen sie den Weihnachtsmann unterstützen, doch dieser ist mal wieder betrunken. Also geben sie sich alle Mühe mit Songs oder einer sexy Weihnachtsfrau (Santana ist hier mit ihren Sprüchen in Bestform und liefert das Highlight der Episode) die Masse zu besänftigen. Es ist natürlich etwas an den Haaren herbeigezogen, dass bei einem so wichtigen Teil des Weihnachtsgeschäftes kein Verantwortlicher dabei ist und den Weihnachtsmann zurecht weist, unserem Trio hilft oder irgendetwas anderes unternimmt. So bietet sich auch die unerwartete Möglichkeit, dass ein Ersatz vom Himmel fällt und Kurt, Santana und Rachel rettet. Dafür lassen sie ihn, naiv wie sie sind, zu sich nach Hause und feiern eine Sause. Der Chipmunkssong war nicht so nach meinem Geschmack und auch der weitere Verlauf konnte mich nicht voll überzeugen. Andererseits ist es natürlich gelungen, die Masche von Dieben darzustellen und dass man immer vorsichtig sein sollte. Trotzdem wirkte es für mich alles zu sehr an den Haaren herbei gezogen, dass es überhaupt dazu kommen konnte. Kurt als gefesseltes Rentier hat als Lacher aber noch mal punkten können.

Fazit

"Glee" hat schon deutlich bessere Weihnachtsepisoden zu bieten gehabt, aber da irgendwann auch die Lieder ausgehen und man nicht immer wieder das gleiche erzählen wollte, hat man mit #5.08 einen ungewöhnlichen Ansatz gewählt. Die New Yorker Storyline war etwas zu einfach inszeniert. Kittys Entwicklung war wichtig und insgesamt schön umgesetzt, der Rest war unbedeutendes Beiwerk mit ein bisschen Weihnachtsstimmung.

Emil Groth - myFanbase


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