Die Licht- und Schattenseite in "Ghost Whisperer"

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Wenn die Menschen sterben, gibt es zwei Plätze wo sie hinkommen könnten: die Lichtseite und die Schattenseite.

Das Licht

Melinda Gordon hilft den Seelen in ein helles Licht hinüberzugehen, jedoch ist es für den Zuschauer unsichtbar und nur wenige Episoden, wie #1.20 Ihr letzter Tanz, #1.22 Die Auserwählte (2), #2.10 Der Superstar oder #2.22 Das fünfte Zeichen, zeigen dieses Licht.

Das Licht wird mit dem Himmel identifiziert. Das moderne Wort "Himmel" lässt sich bis ins Jahre 1150 zurückführen, wobei dieses Wort dort "heven" genannt wurde. Im Judentum bildeten sich zwei Lehren über das Geschehen nach dem Tode. Die einen meinten, dass die Menschen mit Leib und Seele sterben und nach einiger Zeit die Toten wieder auferstehen. Die Anderen reden von der Unsterblichkeit der Seele, die nach dem Tod unabhängig vom Körper weiter existiert. Die reine Seele, soweit sie nicht durch Geburt, Leben und Tod befleckt wurde, kehrt wieder rein zu Gott zurück. Im Islam folgt für die Muslime nach dem Tod die Grabesstrafe, die gefolgt ist von einem Verhör durch Engel und anschließend wird das Grab verengt oder erweitert. Die Erlösten dürfen auf kostbaren Teppichen sitzen und mit schönen Jungfrauen verkehren, von goldenen Tellern essen, müssen keine Lügen ertragen und nichts Verbotenes wird im Paradies auf sie warten.

Nach dem Glauben der Bahai besitzt jeder Mensch eine unsterbliche Seele. Die Menschen leben nur in dieser Welt um geistige Fähigkeiten, wie Nächstenliebe, Dankbarkeit, Gottvertrauen und Geduld sowie Vertrauenswürdigkeit zu entwickeln, die sie im Jenseits benötigen. Der Tod ist der Tag, an dem sich der Mensch für seine Taten rechtfertigen muss, aber dennoch sich nicht davor fürchten muss, da die Seele aus dem Käfig des Körpers befreit wird. Der Sterbende trifft dort seine Familie und Freunde, die ihn Willkommen heißen. Der Gläubige darf in das Jenseits treten, wo er auf die Manifestationen Gottes, wie Jesus, Bab oder Buddha, treffen darf. Das Christentum glaubt an die Auferstehung, wo die Seele des Toten in ein unverweslichen Körper wandert. Nach dem "Neuen Testament" ist es für einen Menschen kaum möglich, dass Himmelsreich ohne die Hilfe Gottes zu erreichen. In der Bibel steht geschrieben, dass das Himmelsreich gleich dem Jenseits ist. Nach dem Tod öffnet sich ein Tor, das man durchschreitet und auf die Familie, Freunde und Bekannte trifft, wobei das helle Licht Gott selbst darstellt. Auf der anderen Seite sehen die Freunde aus wie im irdischen Leben, jedoch sind alle Gebrechen und Defekte verschwunden.

Die dunkle Seite

Nicht alle verstorbenen Seelen gehen ins Licht hinüber. Viele Religionen stellen fest, dass einige Seele sich nicht im Himmel sondern sich in der Hölle befinden. Jedoch gibt es andere Geister, die auf der Erde gefangen sind, weil sie noch unerledigte Dinge zu Ende bringen müssen. Aber nur wenige wählen diesen Weg, wie in den Episoden #1.22 Die Auserwählte (2) und #3.05 Last der Vergangenheit.

Die Hölle ist die Unterwelt sowie der Ort für Dämonen (Unbekehrte und Übeltäter), die nach dem Tod dorthin gelangen. Der Begriff leitet sich von dem Namen des Totenreiches "Hel", aus der griechischen Mythologie, ab. Die Vorstellungen der Hölle im Judentum sieht so aus: Die Engel bringen die Seelen der Sünder in einen der drei Hohlräume (stehen für die Hölle), damit sie für das Gericht vorbereitet werden. Dann werden die Bösen entsprechend ihrer Taten in den Flammen brennen und danach in den Hades (Sheol) gebracht, wo sie eine Prüfung durchstehen müssen. Im Islam müssen die Verdammten fürchterliche Qualen erdulden: Sie werden von Skorpionen gestochen, deren Schmerz noch 40 Jahre lang spürbar sein wird und müssen Disteln sowie Kräuter als Nahrung zu sich nehmen.Hinzu kommt noch, dass sie trübes Wasser trinken und ständig ein ohrenzerreißendes Gebrüll ertragen müssen. Eine konkrete Vorstellung der Höllenstrafe findet sich in der Sure 4,56 wieder: "Diejenigen, die nicht an unsere Zeichen glauben, die werden wir im Feuer brennen lassen: Sooft ihre Haut verbrannt ist, geben wir ihnen eine andere Haut, damit sie die Strafe kosten. Wahrlich, Allah ist allmächtig, allweise."

Der Bahai - Glaube definiert die Hölle mit der Entfernung zu Gott. Bahá'u'lláh, der Gründer dieses Glaubens, ist der Meinung, dass die Seelen der Verstorbenen mit den anderen Seelen kommunizieren können, sowie im Stande sind, ihr Bewusstsein und ihre Individualität zu behalten. Jede Seele nimmt einen Platz in der Hierachie ein, die gemessen werden an den Verdiensten in ihrem Leben. Im Christentum erleiden die Seelen der Nicht-Gläubigen und Bösen nach dem jüngsten Gericht, die ewige Verdammnis oder werden vernichtet. Ein Teil der Christen wenden sich von der Tatsache, dass die Hölle existiert oder von der Ewigkeit der Höllenstrafe, ab. Sie interpretieren die Bibel so, dass ein gütiger Gott voller Barmherzigkeit existiert.

Franziska Obenauff - myFanbase

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