Bewertung: 5

Review: #4.08 Krise

Foto: Chicago Fire - Copyright: VOX / NBC Universal
Chicago Fire
© VOX / NBC Universal

Auch #4.08 Krise lässt die Anschuldigungen gegen Chief Wallace Boden nicht fallen, sondern man führt sie weiter, ohne dabei wirklich ein Ziel zu verfolgen. Vielmehr wirkt es zeitweise so, dass man den Handlungsstrang unnötig in die Länge zieht und dabei andere Dinge sehr nachlässig behandelt.

In der Falle

Irgendwie habe ich momentan das Gefühl, "Chicago Fire" befände sich auf einem Schiff, welches mächtigen Seegang hat und nicht zum Stillstand kommt bzw. man sich irgendwie nicht entscheiden kann, in welche Richtung es gehen soll. So werden wir wieder mit Serena konfrontiert, die noch immer nicht von ihren Anschuldigungen absieht. Trotz dessen wird Licht ins Dunkel gebracht, indem sie nicht nur das Weite sucht, sondern auch noch ein Unbekannter in die Handlung eingebunden wird. Ich glaube zwar nicht, dass man ihn noch einmal wiedersehen wird, dennoch ist davon auszugehen, dass er einen gewissen Anteil an Serenas Flucht hat. Sehr gut hat mir gefallen, dass Donna Robbins sie zur Rede gestellt hat, auch wenn die Art und Weise alles andere als hilfreich gewesen ist. Daran erkennt man aber gut, wie sehr sie die Situation belastet. Aus diesem Grund befürchte ich auch, wenn man nicht bald zum Abschluss oder besser gesagt zur Auflösung kommen wird, belastet das die Ehe von Donna und Wallace sehr.

Ebenso wird sein Führungsstil auf der Wache dadurch belastet, was man sehr gut an der Art erkennen konnte, wie er auf das Zuspätkommen von Chili reagiert hat. Dennoch muss ich den Autoren ein erneutes Lob dafür ausbrechen, wie gut es ihnen gelingt, die Truppe in Krisenzeiten zusammenzuführen und dafür zu sorgen, dass sie zusammenhalten. Auch wenn Kelly Severide oder auch Gabriela Dawson nicht wirklich etwas für ihren Chief tun konnten, so kam man dennoch dem Ganzen ein Stückchen näher. Jamie Killians Reaktion auf den Namen Serena war schon sehr verdächtig. Genau wie Severide bin auch ich mir sicher, dass sie mehr über die Dame und über Roger Maddox weiß, als sie momentan zugibt. Vielleicht wird sie von ihm unter Druck gesetzt. Schließlich hat sie mit ihren Verrat dafür gesorgt, dass sie ihren Job nicht verliert. Ich könnte mir aber vorstellen, dass Jamie ihr Schweigen noch brechen wird. Denn vielleicht gibt ihr Severides Aussage zu denken, dass sie alles für ihre Karriere tut, aber nicht dazu fähig ist, jemandem zu helfen. Dazu kommt natürlich noch, dass sie offenbar wahre Gefühle für ihn hat. Zumindest wurde das in der Begrüßungsszene angedeutet, bei der sie bemerkt hat, dass er noch nicht über ihren Verrat hinweg ist.

Es wäre schön, wenn Antonio doch etwas über Maddox herausfinden würde bzw. der Bitte seiner Schwester nachkommt. Ich denke, wir sollten die nächste Folge abwarten. Auf jeden Fall finde ich es etwas einfallslos, den Chief schon wieder abzuführen, weil es irgendwelche weiteren Beweise für seine Schuld gibt. Ich glaube, man merkt schon, dass die Handlung keinen richtigen Anklang bei mir findet.

Dallas Patterson

Viel interessanter ist dabei der Charakter Dallas Patterson. Noch immer finde ich ihn recht undurchsichtig, da man auch noch nach etlichen Folgen sein wahres Vorhaben nicht erkennen kann. Einerseits kann man sich vorstellen, dass er zur Wache 51 gehören möchte und tatsächlich etwas für die Truppe tut. Auf der anderen Seite ist er nach wie vor ein Spion von Ray Riddle, mit dem er Pläne schmiedet, wie man den Chief von seinem Posten entheben kann. Interessant ist aber auch, dass er nicht mehr gegen Severide schießt, wie noch zu Beginn dieser Staffel. Im ersten Moment sieht es so aus, als seien die beiden so etwas wie Freunde. Und es wäre auch so, wenn es nicht zuvor diese seltsame Szene zwischen Patterson und dem Chief gegeben hätte. Offenbar scheint auch Severide darüber Bescheid zu wissen. Oder ist es vielleicht auch so, dass ihm diese Freundlichkeit und das Angebot nicht geheuer sind? Hier sollte man auf jeden Fall mehr Augenmerk drauf legen. Ich bin gespannt, in welche Richtung sich der Charakter noch entwickeln wird.

Was sonst noch so war

  • Sylvie Brett sitzt anscheinend zwischen allen Stühlen. Zum einen ist da Otis, mit dem sie bereits schon einmal ausgegangen ist und zum anderen ist da Austin, der sehr aufmerksam ist. Ich befürchte, dass es noch zu Streitigkeiten zwischen ihr und Otis kommen wird. Immerhin scheint er echte Gefühle für Sylvie zu haben und nicht gerade begeistert davon ist, dass sie ein Auge auf Austin geworfen hat.
  • Dass der Fall um die Landschildkröte wie auch der bewusstlose Mann im Beet zusammengehören, gefiel mir sehr gut und hat einmal mehr unterstrichen, dass es bei "Chicago Fire" sehr familiär zugeht.
  • Insgeheim wünsche ich mir, dass hinter Chilis Verhalten mehr steckt und es nicht nur als Lückenfüller für die eher maue Episode benutzt wurde. Nicht nur, dass Dora Madisons Charakter dadurch mehr Profil bekommen würde, es ist auch toll, dass man Jimmy Borrelli in die Geschichte einbindet und die Beziehung der beiden nicht nur auf Sex beruht.



Fazit

Es ist zwar schön, dass man die Storyline um Chief Boden sowie Patterson nicht allzu schnell abschließt, wie es bei "Chicago Fire" öfter mal an der Tagesordnung ist. Dennoch brachte uns diese Episode nicht richtig weiter und griff eher auf Altbewährtes zurück, was aber völlig unnötig gewesen ist. Dadurch konnte man den Anfang anderer Handlungen nicht weiter vertiefen und lässt sie stattdessen nebenher laufen und verschenkte so wertvolles Potenzial. Schade.

Daniela S. - myFanbase


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