Jessica Lange
Während ihrer bisherigen Karriere war Jessica Lange sechs Mal für den begehrtesten aller Awards, den Oscar, nominiert. Im Jahre 1983 sogar zweimal: sowohl für die Leistungen in "Frances" (Beste Hauptdarstellerin) als auch in "Tootsie" (Beste Nebendarstellerin). Für letzteren Film gewann sie ihn tatsächlich. 1995 bekam sie ihn dann auch für die Performance in "Blue Sky" als beste Hauptdarstellerin. Neben dem Oscar ist sie in ihrer Laufbahn auch mehrmals für andere Awards, wie den Golden Globe oder den Emmy, nominiert gewesen.
Ihre Karriere ließ zu Anfang aber nichts über ihren späteren Erfolg vermuten. Die in Minnesota geborene Schauspielerin bekam nach der High School ein Stipendium für ein Kunststudium an der University of Minnesota. Statt es anzunehmen ging sie nach Paris, um Theater zu studieren. Nach einem abgeschlossenem Studium kehrte sie zurück in die Vereinigten Staaten, um in New York als Model zu arbeiten. Wie viele andere in diesem Beruf verdiente sie nebenher Geld beim Kellnern.
"Erfolgreiches Model? Das ist ein Mythos. Ich bezweifle, dass irgendjemand ein veröffentlichtes Foto von mir finden wird. Das Jahr, in dem ich als Model arbeitete, war das schlimmste meines Lebens. Die Auftrageber sprachen immer in der dritten Person mit dir, als ob du ein Stück Merchandise wärst. Du kommst zu einem Punkt, an dem du es Leid bist, wie Leute dich beurteilen," so Lange.
Kein Wunder, dass Jessica sofort annahm, als sie die Hauptrolle in "King Kong" bekam. Der Film war allerdings kein Erfolg bei dem Publikum und fuhr schlechte Kritiken ein. Drei Jahre dauerte es, bis sie wieder in einem Film mitspielte. Sie bekam eine kleine Rolle in "Hinter dem Rampenlicht" und arbeitete von dort an hart und erfolgreich an ihrer Karriere.
1985 war sie sogar in der Lage, Meryl Streep um die Rolle der Patsy Cline in "Sweet Dreams" zu schlagen. Beide Schauspielerinnen wollten um jeden Preis Patsy spielen. Nachdem Meryl Streep den Film mit ihrer Konkurrentin gesehen hatte, gestand sie, dass niemand anders die Rolle besser hätte darstellen können.
Nicht nur im Filmgeschäft tat Jessica Lange sich zunächst etwas schwer, sondern auch in der Liebe. Elf Jahre lang war sie mit Francisco Pace Grand verheiratet, ehe sich die beiden scheiden ließen. Ihr erstes Kind, Alexandra, bekam sie 1981 von dem Schauspieler Mikhail Baryshnikow. Ein Jahr später kam sie mit dem Schauspieler, Schriftsteller und Regisseur Sam Shepard zusammen. Mit ihm ist sie bis heute liiert und sie haben zwei weitere Kinder, Hannah Jane (*1986) und Samuel Walker (*1987).
Auch wenn Jessica Lange in ihrer bisherigen Karriere lediglich in etwa 40 Produktionen mitspielte, ist sie bei ihren Kolleginnen gefürchtet. Ihre schauspielerischen Leistungen lassen sie immer wieder für die begehrtesten Awards nominieren und sie auch gewinnen. Für die Rolle der 'Big' Edith Bouvier Beale in dem Film "Grey Gardens" wurde sie 2009 wieder für den Emmy nominiert und konnte die Trophäe dann mit nach Hause nehmen. Für ihre Rolle in der 1. Staffel von "American Horror Story" erhielt sie 2012 einen Golden Globe und einen Emmy-Award.
Ceren K. - myFanbase
Ausgewählte Filmographie (Schauspieler)
| 2011 - 2012 | American Horror Story (TV) als Constance Langdon / Sister Jude Originaltitel: American Horror Story (TV) |
| 2011 | Für immer Liebe als Rita Thornton Originaltitel: The Vow |
| 2009 | Grey Gardens als 'Big' Edith Bouvier Beale Originaltitel: Grey Gardens |
| 2007 | Sybil als Dr. Cornelia Willbur Originaltitel: Sybil |
| 2006 | Bonneville – Reise ins Glück als Arvilla Originaltitel: Bonneville |
| 2005 | Neverwas als Katherine Pierson Originaltitel: Neverwas |
| 2005 | Don’t Come Knocking als Doreen Originaltitel: Don’t Come Knocking |
| 2005 | Broken Flowers als Carmen Originaltitel: Broken Flowers |
| 2003 | Eine Frage der Liebe als Irma Applewood Originaltitel: Normal |
| 2003 | Masked and Anonymus als Nina Veronica Originaltitel: Masked and Anonymus |
| 2003 | Big Fish – Der Zauber, der ein Leben zur Legende macht als Sandra Bloom Originaltitel: Big Fish |
| 2001 | Prozac Nation als Mrs. Wurtzel Originaltitel: Prozac Nation |
| 1999 | Titus als Tamora Originaltitel: Titus |
| 1998 | Cousin Bette als Cousin Bette Originaltitel: Cousin Bette |
| 1998 | Eisige Stille als Martha Baring Originaltitel: Hush |
| 1998 | Stories from my Childhood (TV) als die Schwanenprinzessin Originaltitel: Stories from my Childhood (#1.12 The Prince and the Swan) (TV) |
| 1997 | Tausend Morgen als Ginny Cook Smith Originaltitel: A Thousand Acres |
| 1995 | Endstation Sehnsucht als Blanche DuBois Originaltitel: A Streetcar Named Desire |
| 1995 | Rob Roy als Mary McGregor Originaltitel: Rob Roy |
| 1995 | Die andere Mutter als Margaret Lewin Originaltitel: Losing Isaiah |
| 1994 | Operation Blue Sky als Carly Marshall Originaltitel: Blue Sky |
| 1992 | Die Nacht von Soho als Helen Nasseros Originaltitel: Night and the City |
| 1992 | O Pioneers! als Alexandra Bergson Originaltitel: O Pioneers! |
| 1991 | Kap der Angst als Leigh Browden Originaltitel: Cape Fear |
| 1990 | Verrückte Zeiten als Beth Macauley Originaltitel: Men Don’t Leave |
| 1989 | Music Box – Die ganze Wahrheit als Ann Talbot Originaltitel: Music Box |
| 1988 | Ein Leben voller Leidenschaft als Baby Rogers Grey Originaltitel: Everybody’s All American |
| 1988 | Far North als Kate Originaltitel: Far North |
| 1986 | Verbrecherische Herzen als Margaret 'Meg' Magrath Originaltitel: Crimes of the Heart |
| 1985 | Der süße Traum vom Glück als Patsy Cline Originaltitel: Sweet Dreams |
| 1984 | Countrey als Jewell Ivy Originaltitel: Countrey |
| 1984 | Cat on a Hot Tin Roof als Maggie Originaltitel: Cat on a Hot Tin Roof |
| 1982 | Frances als Frances Farmer Originaltitel: Frances |
| 1982 | Tootsie als Julie Nichols Originaltitel: Tootsie |
| 1981 | Wenn der Postmann zwei Mal klingelt als Cora Papadakis Originaltitel: The Postman Always Rings Twice |
| 1980 | Cash Machine als Louise Originaltitel: How To Beat the High Co$t of Living |
| 1979 | Hinter dem Rampenlicht als Angelique Originaltitel: All That Jazz |
| 1976 | King Kong als Dwan Originaltitel: King Kong |
Steckbrief
| Geburtstag | 20.04.1949 | |
| Geburtsort | Cloquet, Minnesota, USA |
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